Rassismus konsequent verfolgen – rechte Gewalt stoppen

Wieder ist es zu einem schwerwiegenden Fall von rassistischer Gewalt in Magdeburg gekommen, bei dem eine Familie erst beleidigt und dann ein Kind mit einem Auto angefahren wurde. Dazu betont Thomas Lippmann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender:

„Mit großer Bestürzung haben wir von der schrecklichen, rassistisch motivierten Tat in Magdeburg erfahren, bei dem ein Kind von einem Auto angefahren wurde. Das Motiv ist offensichtlich rassistisch und der Täter für seine rechte Gesinnung polizeibekannt. Am Montagabend ereignete sich diese Tat, die deutlich macht, wie gewaltvoll die Stimmung gegen Migrantinnen und Migranten im Land ist. Während die rechtsextreme AfD im Parlament ihre rassistischen Parolen kundtut, sind es rechte Gruppen und auch Einzelpersonen, die diese Parolen in konkrete Gewalttaten umsetzen. Die AfD ist der parlamentarische Arm dieser rechten Gewalt.

Die Fraktion Die Linke verurteilt solche Taten auf das Schärfste. Dieser massive Angriff auf ein Kind, auf eine ganze Familie, ist ein Angriff auf das friedliche Miteinander in unserer Gesellschaft. Der Vorfall reiht sich ein in eine ganze Serie von rassistischen Übergriffen, die in den letzten Jahren immer stärker zunehmen. Es muss jetzt mit aller Anstrengung diese Gewalt konsequent bekämpft werden. Dabei ist die Landespolitik gefordert, eine andere politische Kultur im Umgang mit Migrantinnen und Migranten an den Tag zu legen. Genauso sind auch die Strafverfolgungsbehörden gefordert, diese Gewalttaten konsequent zu verfolgen. Unsere Solidarität und Unterstützung gilt allen, die von rechter Gewalt getroffen werden.

Wir fordern:

  • Transparenz und Aufklärung – Der Vorfall muss lückenlos ermittelt werden. Wir erwarten eine sorgfältige Prüfung der Hintergründe.
  • Null Toleranz gegenüber Rechtsextremen – Ob im Netz oder auf der Straße: Die Landesregierung muss sich deutlicher gegen Rassismus und Hass positionieren.
  • Stärkung des Opferschutzes – Den Verletzten und ihren Familien ist schnell und unbürokratisch Hilfe zu leisten. Psychologische Betreuung und Unterstützung müssen sichergestellt sein.
  • Brücken der Solidarität – In Zeiten wie diesen braucht es Zusammenhalt. Die demokratischen Kräfte im Land sind aufgerufen, sich deutlich gegen rechte Gewalt auszusprechen.“

 

Magdeburg, 24. Juli 2025