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Sonderprogramm „Sommerferien-Hilfe“ – Linke stellt über 20.000 Euro für Ferienfreizeiten zur Verfügung

Vor Beginn der Sommerferien haben die Landtagsabgeordneten der Fraktion Die Linke ein eigenes Spendenprogramm anlässlich der Sommerferien ins Leben gerufen. Für Ferienangebote in Kitas, Horten und anderen Trägern der Kinder- und Jugendhilfe in Sachsen-Anhalt spendeten die Abgeordneten von geplanten 10.000 Euro sogar über 20.000 Euro aus ihrer Diätenerhöhung.

Bewerber:innen hatten die Möglichkeit, bis zu 300 Euro für Ferienangebote wie Kinobesuche, Ausflüge oder Besuche im Freibad zu erhalten. Mehr als 100 solcher Anträge aus 38 Städten und Gemeinden in Sachsen-Anhalt wurden eingereicht und damit für knapp 3.700 Kindern und Jugendlichen eine Ferienfreizeit genehmigt werden.

Seit Jahren warnen der Paritätischer Wohlfahrtsverband sowie der Kinderschutzbund davor, dass immer mehr Kinder gibt, die gar keinen Urlaub erleben. Deshalb sind Ferienfreizeit wichtig, um Teilhabe und Erholung auch für die Jüngsten im Land zu ermöglichen. Die Landesregierung spart diese Angebote immer mehr ein – mit fatalen Folgen für Kinder und Jugendliche. Nachdem die Abgeordneten der Fraktion Die Linke von der anstehenden Diätenerhöhung erfahren haben, hat die Fraktion gemeinsam entschieden, den Nettobetrag vor Ort für Ferienangebote zu spenden.

Eva von Angern, Fraktionsvorsitzende, betont dazu: „Nachdem die Abgeordneten der Fraktion Die Linke von der anstehenden Diäten-Erhöhung erfahren haben, haben wir gemeinsam entschieden, den Nettobetrag vor Ort in unseren Wahlkreisen zu spenden. Dafür dient unser bereits 1995 gegründeter Solifonds. Für viele Kitas, aber auch Vereine ist es ein enormer Kraftakt, die gestiegenen Preise bei Miete, Energie und anderen erforderlichen Materialien zu schultern. Wir wollen mit unseren Spenden einen Beitrag dazu leisten, dass gerade im Flächenland Sachsen-Anhalt Ferienfreizeiten, Sport, Kultur sowie Kinder- und Jugendarbeit nicht auf der Strecke bleiben. Seit 1995 wurden knapp 1,5 Millionen Euro gespendet.“

Solidarfonds

Diäten für soziale Zwecke: Der Solidarfonds der Fraktion

Als 1995 erstmals die Diäten für die Abgeordneten des Landtags von Sachsen-Anhalt erhöht werden sollten, haben wir das als damalige PDS-Fraktion abgelehnt. "Nicht angemessen, nicht zu rechtfertigen angesichts der Lage vieler kleiner Leute im Land“, lautete damals unsere Begründung. Der Landtag entschied mehrheitlich anders. Was nun tun mit dem Geld, das wir eigentlich nicht wollten aber trotzdem bekamen? Als Abgeordnete entschlossen wir uns damals, einen „Solidarfonds“ zu gründen, in den wir die zusätzlichen Tantiemen einzahlen. Aus diesem Fonds wurde seitdem für Kinder- und Jugendarbeit, für Wohlfahrtseinrichtungen, Sportvereine, für Vereine, die sich der Bewahrung antifaschistischer Traditionen in besonderer Weise verpflichtet fühlen, für Menschen in Not, für Behinderteneinrichtungen und viele weitere soziale Projekte gespendet.