Zu geringe Löhne in Sachsen-Anhalt – Linke fordert mehr Netto vom Brutto
Der Bundestagsabgeordnete Dietmar Bartsch hat neue Zahlen zur Lohnentwicklung in Sachsen-Anhalt bei der Bundesregierung abgefragt. Daraus geht hervor, dass rund 48 Prozent aller Vollzeitbeschäftigten im Land weniger als 3.500 Euro verdienen. Dazu betont Eva von Angern, Fraktionsvorsitzende:
„Aus den Daten geht hervor, dass rund 32 Prozent der Vollzeitbeschäftigten bundesweit weniger als 3.500 Euro im Monat verdienen. In Sachsen-Anhalt verdienen rund 48 Prozent der Vollzeitbeschäftigten, also fast die Hälfte der Arbeitnehmer, weniger als 3.500 Euro. Während bundesweit rund 58 Prozent weniger als 4.500 Euro verdienen, sind es in Sachsen-Anhalt mehr als 70 Prozent.
Die Beschäftigten brauchen mehr Netto vom Brutto! Billiglöhne für Beschäftigte in Sachsen-Anhalt sind nicht akzeptabel. Steigende Löhne und sinkende Belastungen sind die richtige Antwort. Die geplante Einkommensteuerreform, für die sich Merz und Klingbeil loben, wird real keine Entlastung bringen.
Steigende Abgaben bei Rente und Gesundheit sowie die hohen Preise an der Tankstelle fressen diese Minimalentlastung auf. In Sachsen-Anhalt braucht es endlich einen Vergabemindestlohn, der seinen Namen auch verdient. Hier hat die aktuelle Landesregierung die Beschäftigten an der Nase herumgeführt und viel zu viele Ausnahmekriterien in das Gesetz aufgenommen, sodass es vielfach wirkungslos bleibt. Wer Sachsen-Anhalt dauerhaft zukunftsfest machen will, muss endlich den Mindestlohn anheben!“
Magdeburg, 16. Juli 2026

