Wir bleiben am Ball: Support Frauen- und Mädchensport

Ende November steht mit der Handball-Weltmeisterschaft der Frauen in Deutschland und den Niederlanden ein großes Highlight des Sports bevor – doch das öffentlich-rechtliche Fernsehen bleibt weitgehend außen vor. Schon 2018 hatte der Handballweltverband (IHF) die Übertragungsrechte komplett an eine private Vermarktungsagentur verkauft.  Dazu erklären die Fraktionsvorsitzende und frauenpolitische Sprecherin Eva von Angern, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und sportpolitische Sprecher Thomas Lippmann und der parlamentarische Geschäftsführer und medienpolitische Sprecher Stefan Gebhard: 

„Mädchen und Frauen stoßen im organisierten Sport immer wieder auf Hürden, die Jungen und Männer so nicht kennen. Trotz ihrer Erfolge, trotz begeisterter Zuschauerinnen und Zuschauer und trotz der vielen Sonntagsreden über Gleichberechtigung und Fairness haben Mädchen und Frauen weiterhin mit ungleichen Bedingungen im Sport zu kämpfen. Wenn der Handballweltverband die Übertragungsrechte für solche wichtigen Wettkämpfe wie eine Frauen-Weltmeisterschaft komplett an private Vermarkter verkauft, dann erweist er dem Frauensport damit einen Bärendienst“, so die Fraktionsvorsitzende Eva von Angern.

„Es ist sehr enttäuschend, dass es von diesem wichtigen Sportereignis im eigenen Land keine umfassende Live-Übertragungen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen geben wird. Es ist zwar lobenswert, dass sich ARD und ZDF offenbar noch bemüht haben, bei einer deutschen Beteiligung zumindest die Halbfinalspiele und das Finale live übertragen zu können, aber dies ist nur ein schwacher Trost. Der Frauenhandball hat mehr öffentliche Aufmerksamkeit und Medienpräsenz verdient“, ist sich Stefan Gebhardt als medienpolitischer Sprecher sicher. 

„Wir haben uns gerade von dieser Weltmeisterschafft im eigenen Land neue Impulse für die Wertschätzung und Aufmerksamkeit für den Frauensport erhofft. Diese Chance hätte durch eine angemessene Berichterstattung genutzt werden müssen. Das Mindeste wäre gewesen, alle Spiele der deutschen Mannschaft und die Spiele ab dem Viertelfinale live im Free-TV zugänglich zu machen. Wir bekräftigen unsere Forderungen aus der vergangenen Landtagssitzung vom 10.10.2025, in Sachsen-Anhalt ein spezifisches Förderprogramm zur Stärkung und Wertschätzung des Frauen- und Mädchensports auf den Weg zu bringen“, ergänzt Thomas Lippmann als sportpolitischer Sprecher.

 

Magdeburg, 11.11.2025