Weiterhin hohe Zahl an rechtsextremen Vorfällen an Schulen – Linke fordert mehr Prävention
Im Jahr 2025 wurden 149 rechtsextreme Vorfälle an Schulen in Sachsen-Anhalt dokumentiert, das hat eine Anfrage von Stefan Gebhardt, parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion Die Linke, offengelegt. Stefan Gebhardt dazu:
„Die Fallzahlen rechtsextremer Vorfälle an Schulen sind weiterhin auf einem hohen Niveau und zeigen, dass rechtsextreme Vorfälle unter Schülern keine Einzelfälle sind. Wenn nahezu jeden dritten Tag ein rechtsextremer Vorfall gemeldet wird, können wir nicht mehr von vereinzelten Ereignissen sprechen. Die Linke hat sich in den letzten Monaten erfolgreich dafür eingesetzt, dass die Gedenkstättenfahrten an Schulen ausgebaut werden. Das Gedenken und Erinnern an die Opfer der NS-Diktatur sind ein Schlüssel dafür, dass rechtsextremes Gedankengut unter Schülern zurückgedrängt wird.
Die Linke fordert die Landesregierung auf, Präventionsarbeit gegen Rechtsextremismus deutlich auszubauen, Schulen strukturell zu stärken und Beratungs- sowie Unterstützungsangebote langfristig abzusichern. Insbesondere brauche es mehr Schulsozialarbeit, Fortbildungsangebote für Lehrkräfte sowie verbindliche Schutz- und Interventionskonzepte für betroffene Schulen.
Schulen müssen sichere Orte für alle Kinder und Jugendlichen sein – unabhängig von Herkunft, Religion oder sexueller Identität. Wer Hass und Ausgrenzung an Schulen zulässt oder verharmlost, gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt von morgen.“
Zur entsprechenden Anfrage der Fraktion Die Linke.
Magdeburg, 15. Februar 2026

