Streichung von Zuschlägen für armutsbetroffene Kinder – Landesregierung muss eingreifen
Zu den geplanten Streichungen von Zuschlägen für Kinder und Jugendliche aus einkommensarmen Familien sagt Eva von Angern, Fraktionsvorsitzende:
„Die geplante Streichung des monatlichen Sofortzuschlags über 25 Euro für Kinder und Jugendliche aus einkommensarmen Familien ist ein politischer Fehltritt und trifft ausgerechnet diejenigen, die ohnehin am stärksten unter den immer weiter steigenden Lebenshaltungskosten leiden. Das ist ein fatales Signal an Millionen betroffene Familien.
25 Euro mögen für manche wenig erscheinen. Für Familien, die jeden Euro mehrfach umdrehen müssen, entscheiden diese Mittel jedoch darüber, ob ein Kind am Schulausflug teilnehmen kann, eine Vereinsmitglied bezahlt werden kann oder am Monatsende noch genügend Geld für gesundes Essen vorhanden ist. Wer diesen Zuschlag streicht, verschärft Kinderarmut statt sie wirksam zu bekämpfen.
Statt Kürzungen bei Kindern braucht wir ein schlüssiges Konzept gegen Kinderarmut. In Sachsen-Anhalt lebt mehr als jedes vierte Kind in Armut. Die Landesregierung muss eingreifen und sich auf Bundesebene dafür einsetzen, dass diese Streichung verhindert wird. Lösungen gegen die wachsende Kinderarmut liegen seit Jahren auf dem Tisch und müssen jetzt angegangen werden: Erhöhung des Mindestlohns auf 15 Euro, eine nach Kindesalter gestaffelte Kindergrundsicherung über mindestens 520 Euro sowie kostenfreies Mittagessen in Kita und Schule.“
Magdeburg, 7. Juli 2026

