Sachsen-Anhalt kämpft mit hoher Armut – KI löst dieses Problem nicht
Laut Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes hat Sachsen-Anhalt die zweithöchste Armutsquote bundesweit mit aktuell 21,3 Prozent. Dazu betont Eva von Angern, Fraktionsvorsitzende:
„Viel zu viele Kinder und Jugendliche in Sachsen-Anhalt müssen in Armut aufwachsen. Diese Armut ist kein Zufall, sondern Ergebnis einer verfehlten Politik. Wer in Armut aufwächst, hat weniger Geld für Bildung, Freizeit und Erholung. Wer arm ist, stirbt im Durchschnitt 9 Jahre früher, das ist unfassbar ungerecht.
Die Menschen in Sachsen-Anhalt haben mehr verdient. Wir brauchen einen Armuts-Check für alle politischen Entscheidungen im Land und mehr Druck auf die Bundesregierung, um endlich nachhaltig gegen Armut vorzugehen. Über Künstliche Intelligenz generierte Texte und mehr deutschsprachige Lieder im Radio lösen dieses Problem nicht. Das ist eine absurde Themensetzung des Ministerpräsidenten, die völlig am Leben der Menschen in Sachsen-Anhalt vorbeigeht.
Die Lösungen gegen die wachsende Armut liegen seit Jahren auf dem Tisch und müssen jetzt angegangen werden: Erhöhung des Mindestlohns auf 15 Euro, eine nach Kindesalter gestaffelte Kindergrundsicherung über mindestens 520 Euro, kostenfreies Mittagessen in Kita und Schule sowie eine solidarische Mindestrente von 1.400 Euro.“
Magdeburg, 2. Juni 2026

