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Rüstungsindustrie, keine Perspektive für Sachsen-Anhalt

Zur möglichen Großansiedlung eines Rüstungsunternehmens in Sangerhausen erklärt Wulf Gallert, wirtschaftspolitischer Sprecher:

„Der Wegfall von Industriearbeitsplätzen, auch und gerade in Sachsen-Anhalt, löst bei vielen Beschäftigten Angst um die persönliche Zukunft aus. Vor diesem Hintergrund scheinen Investitionen von Rüstungskonzernen ein vermeintlicher Ausweg zu sein. Dies ist jedoch keine gangbare Alternative. 
Rüstungskonzerne werden nur solange an Standorten festhalten, wie sie maximalen Profit aus mit Steuergeldern finanzierten Aufträgen beziehen können. Eine Wirtschaftliche Entwicklung die auf die Rüstung und Verteidigungsindustriebaut, verschärft die öffentliche Haushaltslage, führt zu Sozialabbau und mangelnde Investitionen in Infrastruktur und Technologien zur Bewältigung der Klimarate. Sie erhöhen die Kriegsgefahr durch das forcieren der Aufrüstungsspirale.

Vor diesem Hintergrund lehnen wir die angekündigte Großinvestition eines Rüstungskonzerns in Sangerhausen, aus den genannten Gründen ab. Zusätzlich fragen wir die Landesregierung, welche öffentlichen Mittel für eine solche Investition in Aussicht gestellt werden und inwieweit diesem Konzern darüber hinaus „der rote Teppich ausgerollt“ wird. Dabei interessieren uns nicht nur die Verschwendung öffentlicher Gelder für ein solches Projekt, sondern auch inwiefern eine solche Ansiedlungspolitik zu Lasten der KMU der Region stattfindet.“

Magdeburg, 31. Juli 2026

Kleine Anfrage

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