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Psychotherapie fördern statt kürzen

Zu den geplanten Kürzungen der Vergütung in der ambulanten Psychotherapie sagt Monika Hohmann, stellv. Vorsitzende und gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke:

„Die geplante Kürzung der Vergütung für ambulante Psychotherapie um 4,5 Prozent ist ein fatales Signal für die Versorgung psychisch erkrankter Menschen. Die Entscheidung des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenkassen verschärft eine ohnehin angespannte Lage weiter.

Schon heute warten viele Menschen monatelang auf einen Therapieplatz. Der Bedarf an psychotherapeutischer Behandlung steigt kontinuierlich. Die nun beschlossenen Kürzungen drohen diese Situation weiter zu verschlimmern – insbesondere für gesetzlich Versicherte, die bereits jetzt größere Hürden beim Zugang zu Therapie haben.

Gleichzeitig steigen die Kosten in den Praxen. Für viele Therapeutinnen und Therapeuten bedeutet die Kürzung mehr wirtschaftlicher Druck und weniger Spielraum, Patienten aufzunehmen. Das Ergebnis ist absehbar: weniger verfügbare Therapieangebote, längere Wartezeiten und eine Versorgungslücke, die auf dem Rücken der Betroffenen ausgetragen wird. Das hat nicht nur schwerwiegende Folgen für die Betroffenen, sondern verursacht auch höhere Kosten für das Gesundheitssystem – etwa durch vermehrte Klinikaufenthalte.

Die Linke fordert deshalb die sofortige Rücknahme der Kürzungen, einen bedarfsgerechten Ausbau von Therapieplätzen, bessere und verlässliche Finanzierung ambulanter Psychotherapie sowie eine Gesundheitsversorgung, die allen Menschen unabhängig vom Versicherungsstatus zugänglich ist.

Mentale Gesundheit ist kein Luxus, sondern Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Wer hier kürzt, spart nicht – sondern verschärft Leid und treibt die gesellschaftlichen Folgekosten in die Höhe!“

Unter dem Motto „Wir sagen Nein zu Honorarkürzungen!" gibt es am morgigen Donnerstag, 19. März um 16.00 Uhr eine Demonstration der Deutschen Psychotherapeuten Vereinigung auf dem Erhard-Hübener-Platz in Magdeburg, den wir als Landtagsfraktion unterstützen.

 

Magdeburg, 18. März 2026

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