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Nahverkehr verbessern – Fahrpläne erweitern statt ausdünnen

Die Bahn erhöht die Nutzungsgebühren für ihr Schienennetz. Zur aktuellen Debatte um steigende Trassenpreise für die Verkehrsunternehmen äußert Eric Stehr, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Landtag:

„Guter Nahverkehr gehört für uns zur Daseinsvorsorge vor Ort: Seit der Wende 1990 wurden zahlreiche Bahntrassen abgebaut oder stillgelegt, während der Verkehr auf der Straße stark zunimmt. Als Fraktion fordern eine deutliche Absenkung der Trassenpreise für den Nah- und Fernverkehr sowie für den Güterverkehr. Der Bund muss den Schienenverkehr deutlich auskömmlicher finanzieren und Nahverkehrstickets perspektivisch kostenfrei zur Verfügung stellen.

Mobilität muss für alle Menschen im Land möglich sein. Gerade in Zeiten hoher Spritpreise braucht es ein Gegensteuern mit dem Ziel, dass weniger Menschen auf das Auto angewiesen sind und sich dadurch eine Fahrt mit der Bahn finanziell lohnt. Wir fordern die Reaktivierung alter Strecken, den Ausbau der bestehenden Strecken für mehr Güterverkehr und eine Entlastung der Pendlerinnen und Pendler. Fahrpläne dürfen nicht aus Kostengründen ausgedünnt werden oder die Ticketpreise weiter steigen.

Nicht nur die Fahrpreise sind dabei ein Faktor für Reisende: Viele Menschen nehmen die Bahn als unpünktlich und unattraktiv war, wie eine Umfrage des Verkehrsclub Deutschland zeigt. Viele Baustellen, Personalmangel und schlechte Unternehmensführung beweisen, dass die Bahn kein zuverlässiger Konzern ist. Das ist mit Blick auf die derzeitigen Preissteigerungen, aber auch auf den Klimawandel fatal. Der Bundesverkehrsminister muss durchgreifen und den staatseigenen Konzern vom Kopf auf die Füße stellen.“

 

Magdeburg, 22. Oktober 2026

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