Mit dieser Einwanderungspolitik schafft sich Sachsen-Anhalt ab – die Chancen liegen aber genau hier
Unsere Fraktionsvorsitzende Eva von Angern hat eine parlamentarische Anfrage zur Bevölkerungsentwicklung in Sachsen-Anhalt seit der Wende 1989/90 gestellt und betont dazu:
„Aus den Zahlen des Statistischen Landesamtes geht hervor, dass die Bevölkerung Sachsen-Anhalts in den letzten 35 Jahren um ein Viertel geschrumpft ist. Während sich die Geburtenzahlen seit 1990 halbiert haben, werden die Menschen immer älter. Kamen 1990 auf 1.000 Menschen noch 11 Lebendgeborene, waren es 2024 nur noch 6. Die Lebenserwartung liegt für Männer bei 76 Jahren und für Frauen bei 82 Jahren. Das hat zur Folge, dass 2024 fast ein Drittel der sachsen-anhaltischen Bevölkerung älter als 65 Jahre alt war. Themen wie barrierefreies Wohnen, Altersarmut und Fachkräfteversorgung werden also immer wichtiger.
Sachsen-Anhalt braucht Fachkräfte, die sich um die alternde Bevölkerung, aber auch um das Aufwachsen der jüngeren kümmern. Eine Chance ist das Wanderungssaldo, welches seit 2015 positiv ist. Obwohl 2024 mehr als 53.000 Menschen aus Sachsen-Anhalt weggezogen sind, konnte das Land gut 66.000 neue Menschen für Sachsen-Anhalt begeistern. Das zeigt: Sachsen-Anhalt hat richtig was zu bieten! Dabei ziehen mehr Männer als Frauen nach Sachsen-Anhalt. Das hat zur Folge, dass es in der Altersklasse bis 55 Jahren einen leichten Männerüberschuss gibt.
Die Landesregierung setzt mit ihrem migrationspolitischen Weg auf die falsche Karte. Sachsen-Anhalt ist auf Zuzug angewiesen – ob aus dem Ausland oder aus anderen Bundesländern. Anstatt sich als neue Heimat attraktiver zu präsentieren, verschließt die Landesregierung die Türen. Was es braucht sind gezielte Anreize für junge Familien, Frauen und Fachkräfte im sozialen Bereich. Der demografische Wandel ist schließlich nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance."
Zur entsprechenden parlamentarischen Anfrage: https://padoka.landtag.sachsen-anhalt.de/files/drs/wp8/drs/d6932dak.pdf
Magdeburg, 28. Mai 2026

