Links wirkt - Schutz von Opfern endlich konsequent stärken
Die Fraktion Die Linke hat mit einem parlamentarischen Vorstoß den besseren Schutz von Opfern schwerer Straftaten auf die politische Agenda gesetzt – mit Erfolg. Der entsprechende Antrag wurde heute im Landtag beschlossen. Dazu betont Eva von Angern:
„Ausgangspunkt ist der Anschlag vom 20. Dezember 2024 auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg, bei dem sechs Menschen getötet und über 300 weitere verletzt wurden. Besonders belastend für die Betroffenen war, dass der Attentäter aus der Haft heraus direkten Kontakt zu Opfern aufnehmen konnte. Diese Briefe haben Angst, Empörung und großes Unverständnis ausgelöst.
Opfer müssen vor weiterer psychischer Belastung geschützt werden – auch und gerade vor Kontaktversuchen durch Tatverdächtige oder Täter. Dass dies bislang nicht ausreichend gewährleistet ist, zeigt dringenden Handlungsbedarf. Die Linke hat deshalb angestoßen, die bestehenden Vorschriften gezielt zu überprüfen und weiterzuentwickeln.
Es braucht eine Prüfung von Änderungen der Strafprozessordnung auf Bundesebene, um sensible personenbezogene Daten von Opfern besser zu schützen; bessere rechtliche Grundlagen, um in Einzelfällen den Schriftverkehr von Tatverdächtigen aus opferschützenden Gründen einzuschränken sowie landesrechtliche Regelungen, die unerwünschte Kontaktaufnahmen wirksam verhindern können.
Diese Maßnahmen für einen besseren Opferschutz wurden heute im Landtag auf Anregung der Fraktion Die Linke beschlossen. Linke wirkt – für mehr Gerechtigkeit und besseren Opferschutz.“
Magdeburg, 22. April 2026

