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Kunstfreiheit verteidigen – AfD-Kulturpolitik ist Angriff auf Demokratie und Vielfalt

Zu dem aktuellen Brandbrief von ca. 30 Kulturinstitutionen sowie Stiftungen in Sachsen-Anhalt sagt Stefan Gebhardt, kulturpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke: 

„Wir stellen uns hinter die gemeinsame Erklärung der Kulturinstitutionen im Land, die vor den kulturpolitischen Plänen der rechtsextremen AfD warnen. Die angekündigte patriotische Kulturpolitik der AfD stellt einen fundamentalen Angriff auf die Freiheit der Kunst, die Offenheit kultureller Räume und eine demokratisch verankerte Erinnerungskultur dar. Genau das erleben wir seit Jahren durch Anträge der AfD im Landtag von Sachsen-Anhalt.

Was die AfD plant, ist keine Kulturpolitik, sondern ein autoritäres Projekt zur politischen Instrumentalisierung von Kunst und Geschichte. Kultur soll nicht mehr frei, kritisch und vielfältig sein, sondern zur Herstellung einer ideologisch verengten, nationalen Identität dienen. Kultureinrichtungen und Vereine sollen zu einem Bekenntnis zu einer sogenannten patriotischen Grundhaltung verpflichtet werden. Das ist pure Ideologie, die nur noch eine Weltanschauung formen und die offene Gesellschaft für beendet erklären will.

Die AfD erinnert an dunkelste Zeiten, in denen Kunst politisch gelenkt und missliebige Stimmen unterdrückt wurden. Die Verschiebung hin zu einer selektiven Erinnerungspolitik, in der die Verbrechen der NS-Zeit relativiert werden, ist ein Angriff auf die historisch gewachsene Verantwortungskultur in Deutschland.

Die Fraktion Die Linke begrüßt ausdrücklich die klare Haltung von Kulturminister Rainer Robra. Diese Haltung muss künftig immer wieder verteidigt werden. Die Vielfalt der Kulturlandschaft in Sachsen-Anhalt ist ein unschätzbarer Wert. Sie lebt von unterschiedlichen Perspektiven, kritischen Stimmen und kreativer Freiheit. Die Linke solidarisiert sich mit den unterzeichnenden Institutionen und ruft alle demokratischen Kräfte dazu auf, sich entschieden gegen die kulturpolitischen Pläne der AfD zu stellen.“

 

Magdeburg, 17. April 2026

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