Kritik an Schließung der Geburtshilfe in Gardelegen – weitere Schwächung des ländlichen Raums
Zur Schließung der Geburtshilfe und Frauenheilkunde am Altmark-Klinikum Gardelegen sagt Marco Heide, für die Region zuständiger Abgeordneter der Fraktion Die Linke:
„Die Schließungen der Stationen der Geburtshilfe und Frauenheilkunde am Altmark-Klinikum Gardelegen sind herbe Verluste und zeigen das politische Versagen der Landesregierung in Bezug auf die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum.
Das ist ein fatales Signal für Familien in der Altmark. Wer wohnortnahe medizinische Versorgung ernst nimmt, darf solche Entwicklungen nicht einfach so hinnehmen. Die Landesregierung muss dringend intervenieren und alle Möglichkeiten prüfen, die Versorgung von Frauen, besonders von werdenden Müttern, wieder zu gewährleisten.
Wenn wirtschaftlicher Druck darüber entscheidet, ob Schwangere künftig lange Wege zur Entbindung auf sich nehmen müssen, läuft etwas grundlegend falsch. Gesundheitsversorgung gehört zur öffentlichen Daseinsvorsorge und darf nicht den Marktmechanismen untergeordnet werden. Die Privatisierung von Kliniken ist ein Fehler, das zeigt sich hier am Beispiel besonders deutlich. Krankenhäuser müssen dafür da sein, Menschen gesund zu machen und nicht in erster Linie Gewinne zu erwirtschaften.
Die Linke fordert die Landesregierung auf, kurzfristig gemeinsam mit dem Klinikum tragfähige Lösungen für die Region zu entwickeln. Dazu gehören eine bessere Finanzierung kleiner Krankenhausstandorte, gezielte Programme zur Gewinnung von Hebammen und Fachärztinnen sowie eine langfristige Sicherung der Geburtshilfe im ländlichen Raum.“
Magdeburg, 13. Mai 2026

