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Kommunen bleiben auf steigenden Kosten für Tierheime sitzen

Die Kosten für die Fundtierunterbringung in Sachsen-Anhalt sind seit 2020 doppelt so stark gestiegen wie die allgemeinen Preise. Während die Verbraucherpreise seitdem um rund 22 Prozent zunahmen, stiegen die Ausgaben pro Einwohnerin und Einwohner für Fundtiere im Median um rund 45 Prozent. Dazu erklärt Kerstin Eisenreich, tierschutzpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Landtag von Sachsen-Anhalt:

„Die Anfrage zeigt ein massives Finanzierungsproblem bei einer kommunalen Pflichtaufgabe. Wenn die Kosten für die Fundtierunterbringung doppelt so stark steigen wie die allgemeine Inflation, zeigt sich auch hier das den Kommunen zu wenig Geld für ihre Aufgaben zur Verfügung steht.

Gleichzeitig wird die Fundtierunterbringung in Sachsen-Anhalt überwiegend durch Tierschutzvereine und freie Träger abgesichert. Steigende Tierarztkosten, höhere Energiepreise sowie steigende Personal- und Futterkosten treffen auch sie. Besonders deutlich ist: Die Kosten steigen nicht wegen steigender Fundtierzahlen. Die Landesregierung selbst nennt vor allem allgemeine Kostensteigerungen als Ursache. 

Kommunen und Tierheime dürfen mit diesen Belastungen nicht allein gelassen werden. Fundtierunterbringung ist eine öffentliche Pflichtaufgabe. Deshalb brauchen Kommunen und Tierheime endlich eine verlässliche und auskömmliche Finanzierung.“

Zur entsprechenden Anfrage der Fraktion Die Linke.

 

Magdeburg, 7. Mai 2026

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