Katzenschutz ausfinanzieren statt deckeln
Die Antwort der Landesregierung auf eine parlamentarische Anfrage zur Regulierung von Streuner- und Freigängerkatzen zeigt deutliche Defizite bei Finanzierung und Steuerung des Kastrationsprogramms. Dazu erklärt Kerstin Eisenreich, tierschutzpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke:
„Das Landesprogramm zur Kastration frei lebender Katzen läuft dauerhaft am Limit. Pro Tierschutzverein sind grundsätzlich maximal 5.000 Euro im Jahr vorgesehen. Die Mittel sind regelmäßig bis zum Ende des Förderzeitraums ausgeschöpft, 2024 sogar vorzeitig. Das ist ein politisches Versäumnis. So verwaltet man das Problem nur, statt es zu lösen.
Damit Kastration die Anzahl der Streunerkatzen dauerhaft reduziert, muss sie konsequent und in ausreichendem Umfang erfolgen. Sonst tritt man auf der Stelle oder die Tierschutzvereine müssen sich entschieden, ob sie die Kosten für die Kastration tragen. Nur mit einer ausreichenden Finanzierung können die Bestände langfristig reduziert werden.
Gefördert wird zudem auch nicht die Behandlung akuten Tierleids wie Parasitenbefall oder Infektionen. Das Problem der Streunerkatzen ist menschengemacht. Ihr Leid geht deshalb alle an und braucht eine politische Lösung. Es braucht endlich eine Behandlungspauschale für kranke Streunerkatzen. Tierleid und Populationen müssen reduziert werden.
Wir fordern eine deutliche Aufstockung der Mittel, die Abschaffung der Deckelung pro Verein und eine klare landesweite Strategie. Katzenschutz wirkt nur dann optimal, wenn er ausfinanziert ist. Das Land muss hier handeln!“
Zur entsprechenden parlamentarischen Anfrage der Fraktion Die Linke: https://padoka.landtag.sachsen-anhalt.de/files/drs/wp8/drs/d6667dak.pdf
Magdeburg, 6. März 2026

