Institut für Brand- und Katastrophenschutz Heyrothsberge wieder zum bundesweiten Leuchtturm machen
Die Linke hat im Landtag eine Anfrage zur Zukunft des IBK Heyrothsberge gestellt. Dazu betont Andreas Henke, Sprecher für Katastrophenschutz der Fraktion Die Linke:
„Nach der Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der Fraktion Die Linke zeigt sich ein alarmierendes Bild des einst bundesweit hochgeschätzten Instituts für Brand- und Katastrophenschutz Heyrothsberge : Das Brandübungshaus befindet sich in einem desolaten Zustand, der eine sichere Ausbildung der Einsatzkräfte kaum noch gewährleistet.
Das 2003 in Betrieb genommene Gebäude weist inzwischen gravierende bauliche und technische Mängel auf. Mehrere Brandstellen können aufgrund baulicher Schäden nicht mehr genutzt werden. Brandstellen und Sicherheitssensoren sind stark verschlissen und störanfällig. Während des Betriebs kommt es zu Abbrüchen der Funkverbindungen zwischen Fernbedienungen und Steuerungssystemen, was zwangsläufig eine Notabschaltung der Anlage auslöst. Die Gegensprechanlage zum Leitstand ist nicht mehr funktionsfähig – die Kommunikation muss improvisiert über Sprechfunk erfolgen.
Dass die Ausbildung unserer Feuerwehrleute unter solch prekären Bedingungen stattfinden muss, ist völlig inakzeptabel. Wer die Sicherheit der Bevölkerung ernst nimmt, muss auch für eine sichere und moderne Ausbildung sorgen. Hier besteht akuter Handlungsbedarf, weil es derzeit keine Ersatzobjekte im Land gibt. Die Linke fordert hier mehr Einsatz der Innenministerin. Im kommenden Jahr ist der Abriss des Gebäudes geplant, 2027 soll der Neubau begonnen werden. Hier werden wir genau hinschauen, ob das Innenministerium diese Zeitschiene auch erfüllt. Die Linke fordert das Innenministerium auf, kurzfristige Übergangslösungen sicherzustellen, damit die qualitative und sichere Ausbildung der Einsatzkräfte nicht gefährdet wird. Es darf keine jahrelange Versorgungslücke geben.“
Zur Anfrage an die Landesregierung: https://padoka.landtag.sachsen-anhalt.de/files/drs/wp8/drs/d6222dak.pdf
Magdeburg, 21. November 2025

