Gute Rente, gutes Leben – solidarische Mindestrente über 1.400 Euro muss kommen

Zu einer aktuellen parlamentarischen Anfrage zur Entwicklung der Renten in Sachsen-Anhalt sagt Monika Hohmann, stellv. Vorsitzende und rentenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke:

„Die Entwicklung der Rentenzahlbeträge in Sachsen-Anhalt ist dramatisch: Mit Stand vom 31.12.2024 beträgt die durchschnittliche Rente in Sachsen-Anhalt gerade einmal 1.338,32 Euro. Männer erhalten dabei 1.456,99 Euro, Frauen nur 1.249,53 Euro. Die durchschnittlichen Renten im Westen liegen bei über 1.700 Euro.

2024 lagen 318.539 Rentenzahlbeträge von Seniorinnen und Senioren in Sachsen-Anhalt bei unter 1.400 Euro. Das entspricht 60 Prozent aller Renten im Land. In Sachsen-Anhalt haben einen Hauptteil der Senioren somit nur eine Mini-Rente. Wer unter 1.400 Euro Rente bekommt, hat kein würdevolles Leben im Alter. Die massenhafte Anzahl an Renten unter 1.400 Euro ist erschütternd. Im Osten ist die gesetzliche Rente für viele die einzige Einkommensquelle. Für immer mehr Menschen reicht sie nicht zum Leben. Angesichts der anhaltend hohen Inflation und steigenden Preisen für alle Dinge des täglichen Bedarfs muss den Rentnern endlich mehr Geld zugestanden werden. Die Linke macht sich für eine solidarische Mindestrente in Höhe von 1.400 Euro stark.

Das Rentenniveau muss auf 53 Prozent angehoben statt gesenkt werden. Alle müssen in eine gemeinsame, gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, auch Beamte, Abgeordnete sowie Selbstständige. Mit Hinblick auf Sachsen-Anhalt muss die Landesregierung für Rentnerinnen und Rentner kurzfristige Hilfestellungen geben, zum Beispiel bei der Vereinfachung der Wohngeldanträge für Senioren, damit hier nicht noch überbordende Bürokratie auf die hilfsbedürftigen Senioren zukommt.“

Zur parlamentarischen Anfrage von Monika Hohmann: https://padoka.landtag.sachsen-anhalt.de/files/drs/wp8/drs/d6302dak.pdf

 

Magdeburg, 15. Dezember 2025