Grube Teutschenthal sichern – finanzielles Risiko für das Land eindämmen
Die Linke im Landtag von Sachsen-Anhalt wird in der konstituierenden Sitzung des Wirtschaftsausschusses am kommenden Freitag erneut die Insolvenz der GTS-Grube Teutschenthal thematisieren. Dazu betont Hendrik Lange, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke:
„Die Landesregierung muss aufklären, welche finanziellen Auswirkungen durch die Insolvenz des Betreibers auf das Land zukommen. Jegliche Gefahr für Mensch und Umwelt muss ausgeschlossen werden. Mit der Betreiberfirma GTS geht ein Akteur insolvent, deren Zuverlässigkeit wir seit Jahren bezweifelt haben. Schon im Untersuchungsausschuss wurde deutlich, dass die GTS am eigenen Gewinn stärker interessiert war, als an der Sicherheit von Mensch und Umwelt. Bis heute sind Sicherungsmaßnahmen nicht erfolgt, obwohl Schwachstellen im Bergwerk lange bekannt sind.
Zudem stellen wir die Frage, warum das Landesamt für Geologie und Bergwesen die Sicherungsmaßnahmen nicht klarer angewiesen hat. In den letzten Jahren lagen zahlreiche Hinweise vor, dass das Konzept zur dauerhaft sicheren Verwahrung der Giftstoffe im Bergwerk nicht mehr trägt. Zu klären ist auch, was mit den Millionen Euro öffentlicher Mittel in der GTS geschehen ist und wieso die GTS keine Liquiditätsreserve angelegt hat.
Es bleibt der Eindruck, dass Gewinne privatisiert und Verluste dem Steuerzahler übergeholfen werden. Jetzt kommt es darauf an, die Kompetenzen der Mitarbeiter der GTS nicht zu verlieren und die Anlagen unter Tage weiter zu betreiben, ohne der GTS oder der Muttergesellschaft weiter Geld zu zahlen. Eine Lösung über die landeseigene Sanierungs- und Entsorgungsgesellschaft ist dabei zu begrüßen. Wir fordern von der Landesregierung Aufklärung und beherztes Handeln, um Mensch und Umwelt zu schützen und den finanziellen Schaden zu begrenzen.“
Magdeburg, 3. November 2026

