Gesundheitsversorgung sichern – mehr Unterstützung für Heilberufe und Krankenkassen
19 Organisationen aus dem Gesundheitssektor haben sich vor der Landtagswahl zu Wort gemeldet und kritisieren die aktuelle Gesundheitspolitik der Landesregierung. Dazu betont Eva von Angern, Fraktionsvorsitzende:
„Die Linke unterstützt die Stellungnahme der Vertretungen und Verbände der Heilberufe sowie der Krankenkassen im Vorfeld der Landtagswahl. Dass unterschiedliche Akteure des Gesundheitswesens gemeinsam Leitlinien für die Zukunft der Versorgung formulieren, ist ein wichtiges Signal. Für uns ist klar: Gesundheit ist keine Ware. Die Menschen in Sachsen-Anhalt haben Anspruch auf eine hochwertige und erreichbare medizinische und pflegerische Versorgung – unabhängig von Einkommen, Alter oder Wohnort. Dafür braucht es verlässliche Rahmenbedingungen und eine Politik, die die Beschäftigten im Gesundheitswesen nicht alleinlässt.
Die Folgen der aktuellen Gesundheitsreformen für Versicherte, Patienten, Angestellte, Krankeneinrichtungen und Kommunen sind dramatische Verschlechterungen und müssen zwingend rückgängig gemacht werden.
Gerade angesichts der demografischen Entwicklung muss Sachsen-Anhalt heute die Strukturen schaffen, die auch morgen eine gute Versorgung ermöglichen. Zur Zukunft des Gesundheitswesens gehört auch eine klare Haltung für Weltoffenheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ein großer Teil der Beschäftigten im Gesundheitswesen hat internationale Wurzeln. Ohne diese Kolleginnen und Kollegen wäre die Versorgung bereits heute vielerorts nicht aufrechtzuerhalten. Rassismus und Ausgrenzung gefährden deshalb nicht nur den gesellschaftlichen Zusammenhalt, sondern auch ganz konkret die Gesundheitsversorgung.“
Magdeburg, 18. August 2026

