Geplante Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht ist Symbolpolitik
Hendrik Lange, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Landtag von Sachsen-Anhalt, erklärt zur Diskussion um die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht:
„Die geplante Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht durch die Koalition hat keine wissenschaftliche Grundlage. Nur Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollten auf Basis von belastbaren Daten darüber entscheiden, ob eine Bejagung des Wolf überhaupt sinnvoll ist. Statt auf Abschuss zu setzen, müssen präventive Maßnahmen wie Herdenschutz, professionelle Beratung für Tierhalterinnen und Tierhalter sowie das wissenschaftliche Monitoring der Wolfspopulation weiterentwickelt und ausgebaut werden. Zudem müssen betroffene Tierhalter finanziell besser unterstützt werden.
Die Herabstufung des Schutzstatus des Wolfes durch die EU darf nicht zu einem Freibrief für populistische Schnellschüsse werden. Zudem unterliegt der Wolf auch weiterhin dem europäischen Artenschutz. Die Aufnahme ins Jagdrecht ist reine Symbolpolitik. Wölfe sind keine bösen Märchengestalten, sondern ein Teil unserer Natur. Die Linke tritt deshalb dafür ein, Prävention und Aufklärung zu stärken.“
Magdeburg, 11. Mai 2025

