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Führerschein muss bezahlbar sein – Fahrschulen brauchen Unterstützung

Zu den steigenden Kosten für die Führerschein-Ausbildung und sinkende Nachfragen bei den Fahrschulen sagt Stefan Gebhardt, parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion Die Linke:

„Jeder, der einen Führerschein braucht, muss ihn sich auch leisten können. Gerade im ländlich geprägten Sachsen-Anhalt, wo vielerorts der Bus nur zwei- oder dreimal am Tag fährt, bedeutet ein Führerschein Teilhabe, bessere Bildungs- und Ausbildungschancen und wirkt sich so nachweislich auf die soziale Mobilität aus. Für viele junge Menschen ist der Führerschein alternativlos, weil der ÖPNV auf dem Land immer weiter abgebaut wurde und die Landesregierung keine Lösungen anbietet. Die Prognosen machen deutlich, dass sich an dieser rückständigen Verkehrspolitik der Landesregierung auch in den nächsten zehn Jahren kaum etwas verbessern wird. 

Damit die Fahrschulen Zulauf bekommen, müssen jetzt kurzfristige Lösungen her. Die Linke schlägt die Subventionierung des Führerscheins vor, damit die Kosten kurzfristig reduziert werden. Damit würden Fahrschülerinnen und Fahrschüler sowie die Wirtschaft gleichermaßen profitieren. Parallel dazu müssen langfristige Lösungen entwickelt werden. Die Linke hat bereits in der Vergangenheit vorgeschlagen, das Fach „Fahrschule“ als Unterrichtsfach einzuführen. So könnte die Theorieausbildung im Klassenverband absolviert werden. Der Führerscheinerwerb würde damit preiswerter werden, zeitgleich würden die Fahrschulen von diesen Angeboten profitieren, da sie vom Bildungsministerium für diesen Unterricht vergütet werden würden. Auch zusätzliche Lehrkräfte bräuchte es für dieses Angebot nicht, weil die Fahrschullehrer dafür bereitstehen. Deutschland hat mit die teuersten Führerscheinkosten innerhalb der EU, das darf nicht so bleiben.

Dass nach der angekündigten Reform der Führerscheinausbildung durch den Bundesverkehrsminister Schnieder (CDU) die Nachfrage bei den Fahrschulen in Sachsen-Anhalt eingebrochen ist, gleicht einem politischen Debakel. Damit hat der Bundesverkehrsminister vielen Fahrschulen einen Bärendienst erwiesen. Mit den Folgen ausbleibender Nachfrage müssen die Fahrschulen jetzt alleine zurechtkommen, das ist politisch unverantwortlich.

Die Linke sagt ganz klar: Ein Zugang zum Führerschein darf kein Luxus sein!“

 

Magdeburg, 5. Februar 2026

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