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Versorgungslücke bei Zahnärzt:innen setzt sich fort – umfassendes Handeln der Landesregierung zwingend erforderlich

Zu den aktuellen Zahlen der zahnmedizinischen Versorgung sagt Nicole Anger, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Landtag von Sachsen-Anhalt:

„Die Versorgungslücke bei Zahnärzt:innen setzt sich fort. Das betrifft vor allem die Menschen, die in den ländlichen Regionen leben. Rechnet man die Zahlen der Zahnärzt:innen, die bereits das Rentenalter erreicht haben und dennoch weiter praktizieren, wäre das Ergebnis noch fataler.

In mehreren Teilen des Landes besteht eine drohende Unterversorgung mit zahnärztlicher Versorgung. Die von der Landesregierung herausgegeben Zahlen sind alarmierend. Ein weiterer Rückgang ist auch im letzten Jahr zu verzeichnen. So ist die Versorgung im Landkreis Salzwedel auf unter 70 Prozent gesunken, im Jerichower Land liegt sie knapp über 60 Prozent. Die Folge: Lange Wartezeiten für Patient:innen, keine Aufnahme von neuen Patient:innen!

Die kieferorthopädische Versorgung sieht dabei noch schlimmer aus. In zwei Landkreisen, Salzwedel und Anhalt-Bitterfeld, beträgt der Versorgungsgrad weniger als 40 Prozent. Hier wird schnell klar, es muss umgehend gehandelt werden, bevor die Regionen gar nicht mehr versorgt werden können.

Wenn eine Unterversorgung droht, müssen umgehend Maßnahmen eingeleitet werden. Die Landesregierung verlagert diese Aufgabe auf die Kassenzahnärztliche Vereinigung. Dabei wird jedoch vergessen, dass beide Vereinigungen nur die Mediziner:innen gewinnen können, die auch ausgebildet werden. Seit Jahren weisen wir daraufhin, dass es dringend erforderlich ist, die Studienplatzkapazitäten zu erweitern und vermehrt Anreize zur Niederlassung im Land zu setzen. Mit der im Landeshaushalt für 2025/2026 vorgesehenen Erhöhung der Mittel für Studienplätze der Zahnmedizin in Halle werden maximal weitere 10 Studierende gefördert. Dies ist richtig und wichtig, jedoch bei den Zahlen der ausscheidenden Zahnmediziner:innen nicht ausreichend. Hinzu kommt, dass mit dem späten Landeshaushalt bereits zu dessen Verabschiedung das Bewerbungsverfahren für das kommende Studienjahr fast abgeschlossen ist. Hier muss es umgehend eine Verständigung geben, wie die Mittel in 2025 noch wirksam eingesetzt werden können.“

Die Kleine Anfrage finden Sie hier.

 

Magdeburg, 14. Februar 2025

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