Fragenmarathon deckt Herausforderungen in der Gleichstellungspolitik auf
Die gleichstellungspolitische Sprecherin und Fraktionsvorsitzende Eva von Angern sagt zu den frauen- und queerpolitischen Entwicklungen der vergangenen fünf Jahre in Sachsen-Anhalt:
„Wir haben eine Reihe an Anfragen eingereicht, die sich mit gleichstellungspolitischen Themen beschäftigen. Wir wollen von der Landesregierung genau wissen, was hat sie in den letzten fünf Jahren getan, um die Situation für Frauen und queere Menschen zu verbessern? Wo sind Leerstellen und wo muss die kommende Landesregierung nachbessern?
Unsere erste Anfrage zeigt, dass die Landesregierung grundsätzlich auf einem richtigen Weg ist, um die Gleichstellung von Frauen und Männern zu fördern. Allerdings vernachlässigt sie etablierte Projekte und investiert lieber in neue. So ist seit 2021 kein neuer FrauenOrt in Sachsen-Anhalt entstanden. Der Kampf um die Sichtbarmachung von Frauen in der Öffentlichkeit ist aber noch lange nicht beendet! Wir wollen, dass dieses großartige Projekt in der kommenden Wahlperiode wieder Fahrt aufnimmt.
Bei Unternehmensgründungen von Frauen hat die Landesregierung noch einen weiten Weg vor sich. Bis Anfang 2028 sollen in Sachsen-Anhalt 200 Unternehmen von Frauen gegründet werden. Bisher hat die Landesregierung für dieses Projekt bereits mehr als 130.000 Euro ausgegeben. Von den 200 Unternehmen wurden bisher aber nur 14 gegründet. Der Großteil der 115 Teilnehmenden der ego.-Konzept-Maßnahme kamen aus künstlerischen oder sozialen Bereichen. Nur wenige Unternehmerinnen engagieren sich in den Bereichen Handel, IT oder das Handwerk. Wirtschaftliche und politische Verfehlungen dürfen nicht zulasten von Frauen fallen."
Zur entsprechenden parlamentarischen Anfrage: padoka.landtag.sachsen-anhalt.de/files/drs/wp8/drs/d6930dak.pdf
Magdeburg, 27. Mai 2026

