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Fracht auf die Schiene statt in die Luft

Ab heute wird vor dem Oberverwaltungsgericht Bautzen die geplante Vergrößerung der Fläche für den Frachttransport am Flughafen Leipzig/ Halle verhandelt. Dazu äußert Eric Stehr, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Landtag:

„Das Verfahren in Bautzen betrifft uns in Sachsen-Anhalt unmittelbar. Der Fluglärm macht an der Landesgrenze nicht halt, sondern trifft Mensch und Natur im Saalekreis und Halle. Mit mehr und größeren Frachtmaschinen ist mehr Lärm zu erwarten. Der Ausbau des Flughafens Leipzig/ Halle für den DHL-Konzern ist daher kein Fortschritt, sondern ein verkehrspolitischer Rückschritt. Seit Jahrzehnten leiden die Menschen in der Region unter Lärm- und Feinstaubemissionen durch den Flughafen: Speziell nachts, wenn primär Frachtflugzeuge landen und abheben, leiden viele Anwohnerinnen und Anwohner unter dem Verkehr.

Statt mit dem Ziel immer höher, schneller und weiter zu expandieren, sollte man den Blick auf den Boden richten und erkennen, dass nicht alle Transporte per Flugzeug versendet, sondern per Bahn viel ökologischer transportiert werden können. Gerade innerdeutsche und europäische Frachtflüge können auf die Schiene umgelagert werden. Das kapitalistische System zwingt Unternehmen immer stärker dazu, Lieferungen in kürzester Zeit durchzuführen. Das darf jedoch nicht auf Kosten der Umwelt unendlich ausgereizt werden.

Die Fraktion Die Linke fordert den Ausbau der Schieneninfrastruktur und eine Ausweitung des Nachtflugverbots am Flughafen. Schutz der Menschen sowie Tier- und Pflanzenwelt hat für uns oberste Priorität. Die Landesregierung muss als Anteilseignerin des Flughafens für einen besseren Schallschutz, eine Ausweitung des Nachtflugverbots und einen ehrlichen Klimaplan für den Flughafen sorgen.“

 

Magdeburg, 3. November 2026

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