Deutlicher Anstieg von Angriffen auf IT-Systeme – Landesregierung muss für mehr Sicherheit sorgen
Die Zahl der IT-Sicherheitsvorfälle in Landeseinrichtungen Sachsen-Anhalts ist deutlich gestiegen. Wurden im Jahr 2024 insgesamt 45 IT-Sicherheitsvorfälle registriert, so waren es 2025 bereits 73. Nicht eingerechnet sind dabei zahlreiche automatisierte Angriffsversuche ohne Erfolg, von denen es über eine Million Fälle gegeben haben soll. Dazu erklärt Eva von Angern, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Landtag Sachsen-Anhalt:
„Der deutliche Anstieg der IT-Sicherheitsvorfälle zeigt, dass die öffentliche Verwaltung immer stärker im Fokus von Cyberangriffen steht. Auch wenn größere Schäden bislang ausgeblieben sind, wäre es fahrlässig, sich in Sicherheit zu wiegen. Cyberangriffe auf staatliche Systeme sind immer auch Angriffe auf die Daten der Bürgerinnen und Bürger und auf das Vertrauen in den Staat. Deshalb müssen IT-Sicherheit und der Schutz sensibler Daten oberste Priorität haben.“
Andreas Henke, innenpolitischer Sprecher der Fraktion, ergänzt:
„Gerade auf kommunaler Ebene gibt es noch erheblichen Nachholbedarf bei der IT-Sicherheit. Städte, Gemeinden und Landkreise brauchen mehr Unterstützung durch das Land, sowohl finanziell als auch organisatorisch. Die Kommunen sind die erste Verteidigungslinie unserer digitalen Verwaltung. Wenn sie nicht ausreichend geschützt sind, ist es auch das Land nicht. Cybersicherheit ist eine Daueraufgabe auf allen Ebenen, die nur mit ausreichend Personal, regelmäßigen Schulungen und moderner Technik gemeinsam bewältigt werden kann!“
Hier finden Sie die entsprechende parlamentarische Anfrage: https://padoka.landtag.sachsen-anhalt.de/files/drs/wp8/dkl_anfr/k3572dkl.pdf
Magdeburg, 16. März 2026

