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Das Land Sachsen-Anhalt befördert das Club-Sterben – Statt der Baracke für alle gibt es ein exklusives Studierendenzentrum

Zur Schließung des Studentenclubs Baracke in Magdeburg sagt Nicole Anger, kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Landtag von Sachsen-Anhalt:

„Die Baracke ist wohlmöglich Deutschlands ältester Club und seit mehr als sechs Jahrzehnten ein Ort gelebter Jugend- und Clubkultur. Die Schließung dieser Einrichtung steht in einer Reihe mit mehreren Clubschließungen in der Landeshauptstadt Magdeburg.

Ursächlich für die Schließung ist die Reduktion der Personalanzahl bei Veranstaltungen aufgrund von baulichen Mängeln. Damit ist der Studierendenclub nicht mehr finanzierbar. Allerdings: Die Mängelliste macht eines deutlich! Sowohl das Land als auch die Otto-von-Guericke-Universität als Vermieter sind für Instandhaltung und Sanierung zuständig. Diese sind ihren Pflichten in dem Zusammenhang nicht grundlegend nachgekommen. Die Mängel sind Folge des Nichtstuns. Man hat das Gebäude nahezu sich selbst überlassen.

Auch Gespräche mit der Landeshauptstadt wurden nicht geführt. Augenscheinlich war alles bereits beschlossene Sache seit Langem. Damit werden einmal mehr Begegnungs- und Freiräume von jungen Menschen zerstört. Der Studierendenclub war nicht allein ein studentischer Club. Unzählige junge Menschen haben sich hier über Generationen getroffen.

Für die neue Campusgestaltung soll die Baracke nun weichen. Ob das geplante Studierendenzentrum diese Lücke der Clubkultur in der Stadt Magdeburg auffangen kann, ist deutlich anzuzweifeln. Dieses soll allein den Studierenden und Universitätsangehörigen zugänglich sein. Damit werden exklusive Räume geschaffen, die es verpassen, das gesellschaftliches Miteinander Aller zu befördern.

Das Land und die Otto-von-Guericke-Universität sind aufgerufen, das Konzept gründlich zu überdenken und nach dem Aus der Baracke zumindest einen vergleichbaren Ort für alle Interessierten der Stadt zu schaffen!“

Die Anfrage samt Antwort der Landesregierung


Magdeburg, 10. Februar 2025

 

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