Ausweitung der Ladenöffnungszeiten ist unsozial
Zur Debatte um Ausweitung der Ladenöffnungszeiten sagt Wulf Gallert, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke:
„Die Forderung nach Ausweitung der Ladenöffnungszeiten seitens der Handelsverbände kommt seit Jahren regelmäßig in die Öffentlichkeit. Vor dem Hintergrund der immer größer werdenden Schwierigkeiten zur Personalbesetzung in den Verkaufsstätten und stagnierender Kaufkraft, ist diese Forderung jedoch absurd. Die Ausweitung der Öffnungszeiten würde zu einer weiteren Konzentration des Einzelhandels auf immer weniger finanzstarke Konzerne führen, da der Kostendruck durch die Ausweitung der Öffnungszeiten sich noch einmal deutlich erhöhen würde. All das führt nicht zur Belebung der Innenstädte, sondern eher zu weiteren Insolvenzen beim Einzelhandel.
Dem Konkurrenzdruck durch den Online-Handel begegnet man nicht durch die endlose Ausweitung von Ladenöffnungszeiten, sondern durch qualifiziertes Fachpersonal in den Verkaufsstellen. Diese brauchen geregelte Arbeitszeiten, die durch die Ausweitung der Ladenöffnungszeiten in Gefahr geraten, vor allen Dingen vor dem Hintergrund der Bemühungen der Bundesregierung, den 8-Stunden-Tag auszuhebeln.
Es ist alles andere als familienfreundlich, für immer mehr Menschen den Sonntagsschutz auszuhebeln, unabhängig davon, dass er auch eine besondere Bedeutung für die Kirchen hat. Die Linke lehnt diese Forderung strikt ab.“
Magdeburg, 7. Juli 2026

