Zum Hauptinhalt springen

Ausladung von Arne Semsrott ist politische Bankrotterklärung – politische Bildung braucht Vielfalt

Zur Debatte um den Auftritt von Arne Semsrott in der Magdeburger Stadtbibliothek und dem Handeln der Stadtverwaltung betont Eva von Angern, Fraktionsvorsitzende:

Die Ausladung von Arne Semsrott ist eine politische Bankrotterklärung. Die Magdeburger Stadtbibliothek hat sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten einen sehr guten Ruf erarbeitet, der mit solch einem Handeln der Stadtverwaltung kaputt gemacht wird. Ob Lesenachmittage für Kinder, Sprachkurse für Migrantinnen und Migranten, politische Bildungsabende oder Bücherflohmärkte – die Stadtbibliothek ist einer der wichtigsten Bildungsakteure der Stadt, der viel mehr wertgeschätzt muss und nicht eingeschränkt werden darf. 

Die Stadtverwaltung muss sich jetzt positionieren und mit klarer Kommunikation diesen Skandal abräumen. Es braucht ein deutliches Zeichen der Oberbürgermeisterin Simone Borris: Demokratinnen und Demokraten sind herzlich willkommen, rechtspopulistische Hetze gehört verbannt und entschlossen widersprochen. Als Fraktion Die Linke werden wir der Sache auf den Grund gehen. Wenn sich diese Praxis durchsetzt, dann gute Nacht.“

 

Robert Fietzke, Mitglied des Magdeburger Stadtrats und Sprecher für Antifaschismus, betont:

„Die Stadtbibliothek Magdeburg hat offenbar auf Druck von ganz oben eine Lesung mit Arne Semsrott abgesagt. Die Begründung der Stadtverwaltung in Bezug auf eine angebliche „Verlegung“ der Veranstaltung erscheint als fadenscheinige Schutzbehauptung. Es drängt sich die Frage auf, ob die Stadtspitze schon im vorauseilenden Gehorsam handelt und Demokratieaktivisten verdrängt, die von Rechtsextremisten als Problem dargestellt werden.

Hier gerät etwas ins Rutschen: Es muss dringend offengelegt werden, wer für diesen Skandal verantwortlich ist. Dass die Stadtspitze sich jetzt weg duckt, ist genau das falsche Signal. Dieser Fall ist beispielslos, deshalb fordern wir klare Transparenz darüber, wer diese Ausladung verfügt hat.

 

Magdeburg, 20. Mai 2026

Zurück zum Kopf der Seite