Aus für „Königreich Deutschland“ hoffentlich endgültig – Reichsbürger sind fester Teil der extremen Rechten
Zum heute erfolgten Verbot der Reichsbürger-Gruppierung „Königreich Deutschland“ erklärt Stefan Gebhardt, parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion Die Linke und Mitglied im Innenausschuss des Landtags:
„Die Linke begrüßt das hoffentlich endgültige Aus für das ,Königreich Deutschland‘. Es handelte sich um eine der langlebigsten und größten Gruppierungen des sogenannten Reichsbürger-Spektrums, dessen Gründer Peter Fitzek aus Sachsen-Anhalt kommt und von hier aus ein bundesweites Netzwerk der extremen Rechten gesponnen hat. Fitzek wurde heute festgenommen und musste sich bereits wegen etlicher Delikte Ermittlungs- und Gerichtverfahren unterziehen. Die Expansion der Gruppe in Sachsen-Anhalt war einhergegangen mit einem kontinuierlichen Wachstum der gesamten Szene, der landesweit mindestens 700 Personen angehören.
Das ,Königreich Deutschland‘ konnte unter den Augen der Öffentlichkeit beträchtliche Geldmittel anhäufen, Immobilien erschließen und währenddessen behördlichen Maßnahmen immer wieder ausweichen – und das seit seiner Gründung. Der Rechtsextremismus zog sich immer wie ein roter Faden durch die Bewegung, eine Strategie, die wir auch bei anderen völkischen Gruppen erkennen. Wir fordern die Innenministerin auf, das Verbot des ,Königreich Deutschland‘ zum Anlass zu nehmen, um auch in Sachsen-Anhalt gegen völkische Siedlerstrukturen wie zum Beispiel ,Weda Elysia‘ im Harz oder Anastasia in der Altmark vorzugehen und ein Verbot zu prüfen. Der Rechtsextremismus darf kein Teil unserer Gesellschaft sein, zu keiner Zeit und an keinem Ort!“
Magdeburg, 13. Mai 2025

