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Artenschutz statt Armeeshow – kein Karrierecamp der Bundeswehr auf dem Brocken

Die Bundeswehr plant im Mai ein zweiwöchiges Karrierecamp auf dem Brocken im Nationalpark Harz. Die Pläne stoßen auf deutliche Kritik von Naturschutzseite und in der Öffentlichkeit. Dazu erklärt Hendrik Lange, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Landtag von Sachsen-Anhalt:

„Ein Nationalpark ist dem Naturschutz verpflichtet, nicht der Bundeswehr. Im Nationalpark Harz muss Natur einfach Natur sein dürfen. Das gilt auch für den Brockengipfel, deshalb hat Militär dort nichts zu suchen. Dort in der Brutzeit Flüge veranstalten zu wollen, ist Wahnsinn und muss gestoppt werden.

Naturschutz muss auch für die Bundeswehr gelten. Den Nationalpark Harz einfach vor vollendete Tatsachen zu stellen, ist unverantwortlich. Für Tourismus, Veranstaltungen und gewerbliche Nutzung gelten im Nationalpark strenge Regeln. Diese strengen Schutzstandards dürfen nicht aufgeweicht werden, nur weil es sich um ein militärisches Karrierecamp handelt. In der Brutzeit können Störungen durch Flüge oder militärische Inszenierungen unmittelbare Auswirkungen auf die sensiblen Vogelbestände haben.

Dass sich binnen weniger Tage Tausende Menschen mit zwei Petitionen gegen das Camp wenden, zeigt, wie groß das Unverständnis ist. Diese Menschen erwarten zu Recht, dass der Schutz eines Nationalparks Vorrang hat. Am Ende geht es auch um eine Grundsatzfrage: Wollen wir öffentliche Natur- und Schutzräume militarisieren und für symbolische Inszenierungen nutzen oder respektieren wir die Natur? Die Linke sagt: Ein Nationalpark ist kein Spielplatz für PR und Werbung!“

 

Magdeburg, 12. Februar 2026

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