Interimsbau für Prozess gegen Magdeburg-Attentäter wird noch teurer als bisher bekannt

Das Justizministerium hat mitgeteilt, dass die Kosten für den Neubau des Gerichtssaals in Magdeburg noch weiter steigen werden als bisher bekannt. Dazu sagt Eva von Angern, Fraktionsvorsitzende und rechtspolitische Sprecherin:

„Eine Anfrage der Fraktion Die Linke aus der zurückliegenden Woche hat die Kosten für den Neubau des Gerichtssaals für den Prozess gegen den Attentäter von Magdeburg transparent gemacht. Das Justizministerium hat die Kosten für die Errichtung mit ca. 1,7 Millionen Euro angegeben. Nach der Sitzung des Rechtsausschusses in dieser Woche musste das Ministerium jedoch nachsteuern und hat endlich die Gesamtkosten für den Neubau vollständig angegeben.

Zu den Errichtungskosten für den Interimsbau kommen monatliche Mietzahlungen über ca. 390.000 Euro sowie Kosten für die Demontage in Höhe von ca. 700.000 Euro. Angesichts des mehrere Monate andauernden Prozesses schnellen die Kosten für diesen Bau in die Höhe und belasten den Landeshaushalt. Die Kommunikation zu diesem Bauprojekt ist mehr als mangelhaft. Das Land handelt hier viel zu intransparent. Die Menschen sind sauer, weil sie nicht nachvollziehen können, wieso dieser Neubau errichtet wurde. Das Justizministerium hätte die Gründe dafür viel früher transparent machen und umfänglich kommunizieren müssen. Das wurde versäumt. Das Justizministerium muss diese schlechte Informationslage dringend verbessern.“

 

Magdeburg, 19. September 2025