Immer mehr Altersarmut – Linke fordert Mindestrente von 1.400 Euro
Die Linke im Landtag hat eine Anfrage zu den steigenden Zahlen von Rentnern in Grundsicherung gestellt. Dazu sagt Monika Hohmann, stellv. Fraktionsvorsitzende und rentenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke:
„Die steigenden Zahlen von Rentnerinnen und Rentnern in Grundsicherung sind alarmierend und zeugen von politischem Versagen. Immer mehr Senioren sind auf Grundsicherung angewiesen. Während 2021 noch ca. 7.000 Rentner in Grundsicherung waren, sind es im Jahr 2024 schon knapp 11.000 Rentner gewesen. Die Altersarmut in Sachsen-Anhalt wächst immer weiter, es ist keine Entspannung in Sicht.
Gerade die Rentnerinnen und Rentner im Osten, wo die Löhne im Vergleich immer noch niedriger sind, brauchen eine verlässliche gesetzliche Rentenversicherung. Nur vergleichsweise wenige Rentner haben Wohneigentum, um eine geringe Rente wenigstens teilweise auszugleichen. Dieses Armutsproblem kann ausschließlich über die gesetzliche Rente gelöst werden, dazu muss sie ausgebaut und gerechter gemacht werden. Alle Erwerbstätigen müssten für ihre gesamten Einkünfte im Job und am Finanzmarkt Beiträge in den Rententopf zahlen, um die gesetzliche Rente zu stärken. Die Linke fordert die Einführung einer Mindestrente in Höhe von 1.400 Euro, damit niemand in Armut altern muss.“
Die Gesamtzahlen für Sachsen-Anhalt in der Übersicht:
2021 - 7.060 Rentnerinnen und Rentner in Grundsicherung
2022 - 9.155
2023 - 9.635
2024 - 10.919
Zur entsprechenden Anfrage von Monika Hohmann an die Landesregierung.
Magdeburg, 24. August 2025

