Erfolge im Schwimmsport würdigen – Sportinfrastruktur nachhaltig stärken
Zur Debatte um den Bau eines neuen Schwimm-Leistungszentrums in Magdeburg erklären Eva von Angern, Vorsitzende, und Thomas Lippmann, stellv. Vorsitzender und sportpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Landtag von Sachsen-Anhalt:
„Die internationalen Erfolge unserer Schwimmerinnen und Schwimmer aus Magdeburg sind Spitzenleistungen für unser Land Sachsen-Anhalt und für ganz Deutschland. Sie zeigen, welche Spitzenleistungen hier möglich sind – trotz oftmals schwieriger Trainingsbedingungen. Es ist völlig unbestritten, dass die Athletinnen und Athleten ein modernes, leistungsfähiges Umfeld brauchen, um weiterhin internationale Spitzenresultate zu erzielen.
Wir begrüßen deshalb, dass weiter am Bau eines neuen nationalen Schwimmzentrums in Magdeburg festgehalten wird. Ein solches Großprojekt erfordert eine besondere Finanzierung durch den Bund und Konzepte für den langfristigen Betrieb. Die Linke erwartet, dass sich der Bund im Rahmen einer Einzelförderung mit 90 Prozent der Gesamtsumme beteiligt. Die Landesregierung muss sich dafür auch gegenüber der neuen Bundesregierung und gegenüber Bundeskanzler Merz stark machen! Bessere Argumente als die erneut herausragenden Leistungen der Schwimmerinnen und Schwimmer aus der Trainingsgruppe von Spitzentrainer Bern Berkhahn kann es dafür nicht geben. Denn von den Erfolgen der Athletinnen und Athleten aus Sachsen-Anhalt profitieren nicht nur die Stadt Magdeburg und das Land Sachsen-Anhalt, es profitiert die gesamte Sportnation.
Wenn ein neues Schwimmzentrum entsteht, dann muss es auch der gesamten Stadtgesellschaft zugutekommen. Spitzensport, Nachwuchsförderung, Schulsport und Breitensport müssen alle daran partizipieren. Denn Spitzenleistungen entstehen nicht zuletzt auch aus einer guten Nachwuchsarbeit auf der Grundlage eines breiten sportlichen Angebotes für Kinder und Jugendliche. Gerade in Magdeburg, wo sich die Elbe-Schwimmhalle heute noch Spitzensportlerinnen, Schulkinder und Freizeitschwimmerinnen ein Becken teilen, ist es dringend notwendig, für alle bessere Bedingungen zu schaffen.
Wir erwarten von der Landesregierung, dass sie im engen Austausch mit Stadt, Sportverbänden und Vereinen ein transparentes Konzept vorlegt. Und wir erwarten, dass die Realisierung des nationalen Schwimmzentrums nicht daran scheitern darf, dass die Stadt Magdeburg und auch der Landeshaushalt durch zu hohe Eigenbeiträge finanziell überfordert werden. Spitzenleistungen brauchen auch eine Spitzen-Unterstützung!“
Magdeburg, 21. August 2025

