CDU-Flüchtlingspolitik schadet der wirtschaftlichen Zukunft Sachsen-Anhalts – Linke fordert Ausbau von Integrationsmaßnahmen statt Abschottung

Die aktuellen Warnungen der IG Metall vor einem demografischen Kipppunkt in Sachsen-Anhalt machen die wirtschaftspolitische Kurzsichtigkeit der CDU-geführten Landesregierung überdeutlich. Während fast 13 Prozent der Beschäftigten über 60 Jahre alt sind und bald in Rente gehen, setzt die CDU weiter auf Abschottung und Abschreckung statt auf eine zukunftsorientierte Integrationspolitik. Dazu sagt Wulf Gallert, wirtschafts- und migrationspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke:

„Die CDU handelt wirtschaftspolitisch völlig verantwortungslos. Während die IG Metall zu Recht vor einem massiven Aderlass warnt und betont, dass ohne Zuwanderung unser Land personell ausbluten wird, feiert die CDU-Landesregierung ihre angeblichen Erfolge ihrer Abschottungspolitik. Was die CDU als Migrationswende feiert, ist in Wahrheit eine wirtschaftspolitische Sackgasse. Sachsen-Anhalt braucht mehr, nicht weniger arbeitsfähige Menschen, um den demografischen Wandel zu bewältigen. Statt Menschen willkommen zu heißen und ihnen durch gezielte Integrationsmaßnahmen den Weg in den Arbeitsmarkt zu ebnen, schreckt die CDU geführte Landesregierung zukünftige Fachkräfte systematisch ab. Das ist das Gegenteil einer zukunftsorientierten Wirtschaftspolitik.

Die Linke fordert stattdessen einen grundlegenden Kurswechsel in der Integrationspolitik:

• sofortige Arbeitserlaubnis für alle Asylsuchenden und Geduldeten

• Ausbau der Sprachkurse und beruflichen Qualifizierungsmaßnahmen

• dezentrale Unterbringung in Wohnungen statt in Sammelunterkünften

• Stärkung der Integrationslotsen und migrantischen Selbstorganisationen

• schnellere Anerkennung ausländischer Qualifikationen

Andere Bundesländer zeigen, dass erfolgreiche Integration möglich ist. Die Beschäftigungsquote syrischer Männer liegt acht Jahre nach ihrer Ankunft bei knapp 90 Prozent – höher als die deutsche Erwerbstätigenquote. Das zeigt: Integration funktioniert, wenn man Menschen die Chance dazu gibt. Sachsen-Anhalt kann es sich nicht leisten, potenzielle Fachkräfte abzuschrecken oder in die Arbeitslosigkeit zu drängen. Wir brauchen endlich eine Landesprogramm, das Zuwanderung als strategisches Instrument zur Fachkräftesicherung begreift – genau das, was die IG Metall völlig zu Recht fordert.“

 

Magdeburg, 17. September 2025