AfD greift Wissenschaftsfreiheit erneut an – Solidarität mit den Hochschulen
In der heutigen Landtagsdebatte um die Wissenschaftsfreiheit an den Hochschulen in Sachsen-Anhalt sagt Hendrik Lange, hochschulpolitischer Sprecher:
„Derzeit greift die AfD mit einem Antrag und einer kleinen Anfrage die Wissenschaftsfreiheit der Hochschulen an. Dabei geht es der rechtsextremen Partei darum, den Hochschulen Forschung und Lehre zu verbieten, die sich mit unbequemen Themen beschäftigt. Die Linke steht solidarisch hinter den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und für die Freiheit.
Was nicht passt, soll passend gemacht werden, am besten mit dem Vorschlaghammer. So strebt es zumindest die rechtsextreme AfD an, die mal wieder gegen die Hochschulen schießt. Dort soll nicht mehr auf für die Partei unangenehme Fakten hingewiesen werden. Postkoloniale Themen sollen wie Genderwissenschaften einfach verboten, Rassismus, Sexismus und Queerfeindlichkeit totgeschwiegen und die Geschichte im nationalen Sinne glattgebügelt werden. Mit der Lüge, gegen angebliche Manipulation vorzugehen, wird ganz offen der Entzug der finanziellen Mittel für kritische Wissenschaft und das Ende der Hochschulautonome gefordert.
Eine Hochschule, die die AfD will, hat keine Wissenschaftsfreiheit und kennt kein kritisches Denken. Das macht aber unser Wissenschaftssystem erst aus: Auch das zu hinterfragen, was jahrhundertelang als gegeben angesehen wurde – egal ob es um Sozial- oder Naturwissenschaften geht. Ich solidarisiere mich klar und deutlich mit den Hochschulen gegen diesen Angriff der AfD.“
Magdeburg, 13. Juni 2025

