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Zimmer gefährdet den Tourismus im Land

Zu den Äußerungen des CDU-Abgeordneten Lars-Jörn Zimmer erklären der tourismuspolitische Sprecher Wulf Gallert und der Landesvorsitzende der LINKEN Sachsen-Anhalt, Stefan Gebhardt:

„Mit seiner Äußerung, für eine von der AfD tolerierte CDU-Minderheitsregierung offen zu sein, hat der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende und Vorsitzender des Landestourismusverbandes sein politisches Programm offen gelegt. Diese Äußerung setzt die Linie der so genannten Denkschrift, die das Soziale mit dem Nationalen verbinden will, konsequent fort. Mit einer solchen Wunschoption schürt er Ängste bei all denjenigen im Land, die sich von der AfD bedroht fühlen. Das betrifft Menschen, die in Sachsen-Anhalt leben, genauso wie Fachkräfte oder Touristen, um die sich das Land bemüht. 

Für uns stellt sich die Frage, wie sich der Vorsitzende des Landestourismusverbandes  so massiv gegen die erklärten Ziele des eigenen Vereins richten kann. Sachsen-Anhalt kann – vor allem aber nicht nur – für ausländische Touristen attraktiv sein, wenn unser Land mit Weltoffenheit und Toleranz in Verbindung gebracht wird. Eine faktische Regierungsbeteiligung einer nationalistischen Partei, die das gesellschaftliche Klima vergiftet, vermittelt das genaue Gegenteil.

Für uns ist unvorstellbar, dass eine solche Person die Interessen der Tourismuswirtschaft in unserem Land glaubwürdig vertreten kann.“  

 

Magdeburg, 11. Februar 2020


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