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Verantwortungsloser Umgang mit Symbolik der Judenverfolgung beim MDR

Wulf Gallert und Matthias Höhn: Der Fraktionsvorsitzende und der Landesvorsitzende haben sich heute an den Intendanten des Mitteldeutschen Rundfunk mit folgender Stellungnahme zu einem Beitrag der Sendung SACHSEN-ANHALT HEUTE vom 2. Januar 2008 gewandt:

Der Fraktionsvorsitzende Wulf Gallert und der Landesvorsitzende Matthias Höhn haben sich heute an den Intendanten des Mitteldeutschen Rundfunk mit folgender Stellungnahme zu einem Beitrag der Sendung SACHSEN-ANHALT HEUTE vom 2. Januar 2008 gewandt:

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Reiter,

in der gestrigen Sendung SACHSEN-ANHALT HEUTE wurde ein Beitrag ausgestrahlt, der uns ebenso entsetzt wie empört hat.

Im Rahmen der Berichterstattung zum Nichtraucherschutz kam ein Bürger mit der Auffassung zu Wort, er sei fast so weit sich ein gelbes Schild mit der Aufschrift „Raucher“ an die Jacke zu heften. Allein dies kommentarlos zu senden, ist mit Blick auf die deutsche Geschichte inakzeptabel. Schlimmer ist jedoch der – offenbar MDR-hausgemachte – Zusatz, in dem ein Torso zu sehen war, auf dem ein gelbes Schild grell auf einer Jacke leuchtete.

Ohne Zweifel gab und gibt es zum kürzlich verabschiedeten Nichtraucherschutzgesetz in Sachsen-Anhalt wie anderswo sehr widerstreitende Positionen. Dieser Beitrag setzt offenbar aber sehr bewusst auf ein Spiel mit der Symbolik der antisemitischen Verfolgung und überschreitet damit jede Grenze.
Es ist uns völlig unverständlich, wie ein solcher Beitrag produziert und gesendet werden konnte. Wir sind nicht gewillt, diese Sache auf sich beruhen zu lassen.

Wir erwarten eine öffentliche Entschuldigung sowie eine klare Distanzierung Ihrer Anstalt von diesem Beitrag.

Wir sind weiterhin der Auffassung, dass die Verantwortlichen für diesen Beitrag der Öffentlichkeit nicht länger zugemutet werden können.

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Reiter, wir bitten Sie sehr herzlich, mit Ihrem Einfluss als Intendant des Mitteldeutschen Rundfunks alles zu verhindern, was auch nur den Anschein des Antisemitismus erwecken kann oder was auf derart verantwortungslose Weise mit der Symbolik der Judenverfolgung zu spielen versucht. Wir unterstellen dem Mitteldeutschen Rundfunk solche Tendenzen in keiner Weise, der genannte Beitrag soll und darf aber nicht einfach hingenommen werden.


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