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Unwürdige und unvertretbare Arbeitsverhältnisse - Solidarität mit den Mitarbeiter*innen bei Tönnies

Zu den aktuellen Medienberichten über schlechte Arbeitsbedingungen von Schlachthofmitarbeiter*innen in Weißenfels erklären der wirtschaftspolitische Sprecher, Andreas Höppner und die regionale Abgeordnete für den Burgenlandkreis, Katja Bahlmann:

„Die Vorwürfe von Arbeiter*innen beim Schlachthof Tönnies in Weißenfels wiegen schwer. Im Raum steht,  dass der Mindestlohn ausgehebelt wird  und katastrophale Arbeitsbedingungen und Willkür bei den Arbeitszeiten herrschen. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten beklagt deshalb zurecht „sklavenähnliche Beschäftigungsverhältnisse“.

Ein Großteil der aus Polen, Rumänien, Ungarn und Bulgarien stammenden Arbeitskräfte ist über Subunternehmen angestellt. Doch auch hier trägt nach Auffassung der Fraktion DIE LINKE das Hauptunternehmen Tönnies die Verantwortung, dass der Mindestlohn eingehalten wird und gute Arbeitsbedingungen herrschen. Der Missbrauch in Form von Scheinwerkverträgen zur Ausgliederung von Kernarbeit muss auf Bundesebene gesetzlich unterbunden und dabei die Beweislast umgekehrt werden.

Die Fraktion DIE LINKE fordert die Landesregierung auf, geltende Schutzgesetze stärker zu kontrollieren und dazu unangekündigte Arbeitsschutzkontrollen zu verstärken, um der Ausbeutung von Arbeiter*innen (bei Tönnies) einen Riegel vorzuschieben. Der Personalrückgang beim Landesamt für Verbraucherschutz - vor allem im Bereich des Arbeitsschutzes - ist gravierend und muss umgekehrt werden. Wir werden uns daher in den kommenden Haushaltsverhandlungen für eine Personalerhöhung beim Landesamt für Verbraucherschutz einsetzen.

Außerdem fordern wir weiterhin die Wirtschaftsförderung stärker auf die Grundsätze guter Arbeit und Mitbestimmung im Betrieb auszurichten und sich für eine stärkere Verankerung von Betriebsräten einzusetzen.

Solche sklavenähnlichen Arbeitsverhältnisse sind unwürdig und unvertretbar. Wir unterstützen daher den Aktionstag „Tönnies stoppen – Dumping-Fleisch raus!“ am Freitag, dem 13. September, in Weißenfels. Wir stehen solidarisch mit den Arbeiter*innen gegen Arbeitsunrecht und Ausbeutung bei Tönnies in Weißenfels und überall in Deutschland.

 

Magdeburg, 12. September 2019


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