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Schlechte Botschaften zum Ferienbeginn - Allgemeinbildung kommt unter die Räder

Heute starten die Sommerferien 2020. Doch der Blick über die nächsten sechs Wochen zeigt, dass durch neue Defizite bei den Neueinstellungen die Unterrichtsversorgung im kommenden Schuljahr auf ein neuerliches Rekordtief sinken wird. Als Folge wird eine neue Stundentafel für die Schüler*innen an Sekundar- und Gemeinschaftsschulen in Kraft gesetzt, mit der der verbindliche Unterricht in den meisten Pflichtfächern reduziert und für die Fächer Kunst und Musik sogar eine Wahlpflicht eingeführt wird. Die Schüler*innen können dann nicht mehr in beiden künstlerischen Richtungen die Grundlagen erlernen. Dazu erklärt der Fraktionsvorsitzende und bildungspolitische Sprecher Thomas Lippmann:

„Auf den Beginn der Sommerferien haben Schüler*innen, Eltern und Pädagog*innen nach den ganzen Corona-Belastungen sehnlich gewartet. Doch zur Freude über den bevorstehenden Urlaub kommen immer größere Sorgen, wie es im September weitergehen wird. Durch die ständigen Unterrichtskürzungen kommt für immer mehr Schüler*innen die Allgemeinbildung unter die Räder.

Nachdem Bildungsminister Tullner zuletzt den Grundschulen im Land ihre Lehrerzuweisungen gekürzt hatte, trifft es jetzt erneut die Sekundar- und Gemeinschaftsschulen. Dabei soweit zu gehen, die Schüler*innen zu zwingen, sich in der 7. Klasse für Kunst oder Musik entscheiden zu müssen, ist eine neue Dimension der Einschnitte in die Stundentafel und ein gänzlich falsches Signal. Der Minister muss diese Regelung umgehend zurücknehmen. Alle Schüler*innen müssen auch künftig beide Fächer belegen können.

Darüber hinaus sind auch in diesem Jahr die Anstrengungen zur Neueinstellung von Lehrkräften wieder unzureichend und zu unflexibel. Auch in diesem Jahr gelingt es den Schulbehörden nicht, wenigstens die ausscheidenden Lehrkräfte zu ersetzen. Seit Jahren müssen immer weniger Lehrkräfte immer mehr Schüler*innen unterrichten.

So sind nicht nur Kunst und Musik gefährdet, sondern zunehmend auch alle anderen Fächer. Auch gestern fehlten wieder bei tausenden Schüler*innen Noten auf den Jahreszeugnissen, weil der Unterricht nicht erteilt wurde. Dies ist ein Armutszeugnis für die Schulpolitik von Minister Tullner und der gesamten Landesregierung. So wird die Zukunft des Landes verspielt.“ 


Magdeburg, 16. Juli 2020

 


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