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Länderübergreifende Koordination gegen Waldbrände nötig

Die aktuellen Brände im Harz kommentiert Kerstin Eisenreich, Sprecherin für Wasser- und Agrarpolitik der Fraktion DIE LINKE:

„Angesichts der fortwährenden Wald- und Feldbrände im Land muss die Landesregierung schnell handeln. Die Brände im Harz zeigen deutlich, dass dringend mehr moderne Technik nötig ist, die vegetationsbrandtauglich ist und Wasser gezielt an schwer erreichbare Orte bringen kann. Hierfür benötigen die Fahrzeuge zum Beispiel Unterbodenbrandschutz. Die Feuerwehrleute brauchen andere Schutzkleidung, da die aktuelle nur bedingt geeignet ist. Die Einsatzkräfte müssen durch geförderte Zusatzausbildungen auf kommende Wald- und Vegetationsbrände besser vorbereitet werden.

Das Gesetz über den Brand- und Katastrophenschutz muss umgehend erneuert werden. Ein besonderes Augenmerk muss auf die Prävention von Waldbränden im Harz gelegt werden, da diese Region vom Tourismus lebt, zugleich aber auch durch den Tourismus besonders gefährdet ist, weil immer noch zu viele Menschen achtlos ihre heruntergebrannten Zigaretten wegwerfen. Mehrsprachige Informationstafeln wären hier eine erste schnell umsetzbare Maßnahme, um über Waldbrandgefahren aufzuklären.

Um Waldbränden zukünftig effektiver zu begegnen, muss die länderübergreifende Koordination der Feuerwehren und Technischen Hilfswerke stark verbessert werden. Eine länderübergreifende Koordinierungsstelle sollte schnell auf moderne Löschtechnik für unwegsame Gelände zurückgreifen können. Neben Löschhubschraubern sollte dabei auch die Anschaffung eines Löschflugzeuges in Betracht gezogen werden. Nur so können in immer trockener und zugleich heißer werdenden Sommermonaten Waldbrände rasch gelöscht werden.“

 

Hier finden Sie unseren aktuellen Antrag zur Landtagssitzung „Nachhaltiger und verantwortungsvoller Umgang mit der Ressource Wasser“.

 

Magdeburg, 5. September 2022