CDU mit ideenloser Bildungspolitik – wir wollen moderne, praxisnahe Bildung
In der aktuellen Landtagsdebatte zum Thema Bildungspolitik in Sachsen-Anhalt sagt Thomas Lippmann, stellv. Fraktionsvorsitzender:
„Diese Debatte zeigt wieder einmal, dass von der CDU selbst dann nur hohlen Phrasen oder platte Selbstverständlichkeiten zu erwarten sind, wenn Bildung zur Chefsache wird. Die praxisorientierten Unterrichtsformen sind alle sinnvoll und etabliert. Sie konnten aber bisher nicht verhindern, dass die Ergebnisse in unserem Schulsystem im bundesweiten Vergleich weiterhin besonders große Defizite aufweisen. Das betrifft vor allem die völlig inakzeptable Anzahl von Schülerinnen und Schülern, die die allgemeinbildenden Schulen ohne einen anerkannten 1. Schulabschluss verlassen. Das waren zuletzt wieder über 14 Prozent eines Altersjahrganges – also jeder 7. Schulabgänger. Das ist bundesweiter Negativrekord!
Wir haben in dieser Wahlperiode immer wieder unseren Vorschlag für eine praxisnahe Bildung in den Schulen der Sekundarstufe I eingebracht. Das ist der flächendeckende Aufbau eines berufsorientierenden Unterrichtes, der für ganze Klassen vorzugsweise von zertifizierten Bildungsträgern in der beruflichen Ausbildung oder gern auch von Berufsbildenden Schulen oder von großen Betrieben mit entsprechenden Ausbildungskapazitäten organisiert werden soll. Und den das Land natürlich bezahlen muss. Wer es noch kennt, so ähnlich wie der PA-Unterricht in polytechnischen Zentren, nur heute natürlich besser, moderner und abwechslungsreicher.
Das Geld, das für die fehlenden ausgebildeten Fachlehrkräfte nicht ausgegeben wird, muss in einen Bildungsfonds geben werden, aus dem all die sinnvollen Maßnahmen finanziert werden, die wirklich geeignet sind, die Lücken im Bildungsangebot zu schließen. Das wären jährlich ungefähr 250 Millionen Euro zusätzlich, um Bildung für unsere Kinder und Jugendlichen zu organisieren.
Das Wahlprogramm der CDU zeigt, dass die CDU keine Idee hat, wie das Schulsystem aus der Krise geführt werden kann. Es soll einfach alles so weiterlaufen, wie bisher. Das ist wie bei einem Patienten, der zum Arzt sagt, die Medizin, die sie mir verordnet haben, hilft nicht, es geht mir immer schlechter, aber bitte erhöhen sie die Dosis! Solange die CDU an den heutigen Strukturen im Schulsystems festhält, wird die Ungerechtigkeit bei den Bildungschancen und die Abhängigkeit des Bildungserfolgs vom sozialen Status immer weiter fortgeschrieben.“
Magdeburg, 23. Juni 2026

