Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Förderung der Landwirtschaft stärker an sozialen Kriterien ausrichten

In der heutigen Debatte im Landtag von Sachsen-Anhalt über den Ausbau des Ökolandbaus betont Kerstin Eisenreich, agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE:

„Der ökologische Landbau ist ein wichtiges Zukunftsmodell für die Landwirtschaft. Dieses Modell kann die wichtigen Aufgaben der Landwirtschaft wie Ernährungs- aber auch Einkommenssicherung, Schonung der Ressourcen, Umweltgerechtigkeit und Nachhaltigkeit bewältigen. Daher ist auch für DIE LINKE eine Ausweitung des Anteils der ökologischen Landwirtschaft notwendig und förderwürdig. Gleichzeitig braucht es aber eine stärkere Ökologisierung der Landwirtschaft insgesamt. Mit der Ausrichtung der GAP der neuen Förderperiode soll den ökologischen Kriterien stärker Rechnung getragen werden. Die Umsetzung dieser Ziele ist jedoch nur erreichbar, wenn die Leistungen und Erzeugnisse auskömmlich honoriert werden. Doch die übergroße Marktmacht von großen Molkerei-, Schlacht- und Einzelhandelskonzernen, die die Preise diktieren, verhindert dies. Während diese fette Profite machen, kommen viele Landwirt*innen nicht über die Runden.

Sehr wichtig ist aus linker Sicht, dass die Förderungen an soziale Kriterien gebunden. Es geht um eine sozial gerechte und am Gemeinwohl orientierte Landwirtschaft. Die soziale Situation der in der Landwirtschaft Tätigen muss dringend verbessert werden. Gute Arbeitsbedingungen und Einkommen sind entscheidend, um den ländlichen Raum insgesamt zu stärken. Dazu soll aus unserer Sicht die zweite Säule der GAP stärker herangezogen werden. An dieser Stelle müssen wir dringend auf die Frauen im ländlichen Raum schauen. Sie wurden bislang im Zugang zu öffentlichen Fördermitteln benachteiligt.

Darüber hinaus müssen aus unserer Sicht genossenschaftliche, solidarische Formen der Landwirtschaft stärker unterstützt werden. Das fördert zugleich regionale Markt- und Verarbeitungsstrukturen und stärkt die Position der Erzeuger*innen in der Wertschöpfungskette. Bei der vorgeschlagenen Umschichtungen soll aus unserer Sicht gelten: Öffentliches Geld für öffentliche Leistungen!“

 

Magdeburg, 28. Januar 2022