Übergriffe gegen Journalisten in Schnellroda aufarbeiten – Innenausschuss muss sich damit auseinandersetzen

Die wachsenden Angriffe auf Journalistinnen und Journalisten in Sachsen-Anhalt müssen aufhorchen lassen. Die Linke wird im Innenausschuss einen Vorfall aus Schnellroda aufarbeiten und zum Thema machen. Dazu sagt Eva von Angern, Fraktionsvorsitzende:

Am 24. Januar kamen in Schnellroda verschiedene rechtsextreme Gruppen zu einem Netzwerktreffen der neuen Rechten zusammen, darunter Mitglieder der Identitären Bewegung, der AfD und ihrer Jugendorganisation. Dabei wurden Journalistinnen und Journalisten, die dieses Treffen dokumentieren wollten, aus Reihen der Rechtsextremen von einer Gruppe von 20 bis 30 Personen bedroht und körperlich angegriffen. 

Die Fraktion Die Linke verurteilt die Angriffe und Bedrohungen gegenüber den Medienvertretern, sie sind durch nichts zu rechtfertigen. Hier werden Grundrechte außer Kraft gesetzt und durch Rechtsextreme mit Füßen getreten. Die Innenministerin muss für Aufklärung sorgen und erläutern, ob es den Tatsachen entspricht, dass die Polizei vor Ort nicht eingegriffen habe, um gegen die Angreifer vorzugehen.

Diese Angriffe passen in ein Muster von Angriffen auf Journalisten, deren Zunahme wir in den letzten Jahren beobachten mussten. Dabei ist Pressefreiheit nicht nur Schutz für einzelne Journalistinnen, sondern für die Demokratie. Wir wissen schon lange, dass sich in Schnellroda Personen versammeln, denen Demokratie und Pressefreiheit ein Dorn im Auge. Deshalb muss dieser Vorfall dringend aufgearbeitet werden.“

 

Magdeburg, 4. Februar 2026