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Leistungen der Bäuerinnen und Bauern mit fairen Milchpreisen honorieren

Vor dem Hintergrund der katastrophalen Milchpreisentwicklung und des Ausstieges der ersten Milchviehbetriebe Sachsen-Anhalts erklärt der agrar- und europapolitische Sprecher der Fraktion Harry Czeke

Vor dem Hintergrund der katastrophalen Milchpreisentwicklung und des Ausstieges der ersten Milchviehbetriebe Sachsen-Anhalts erklärt der agrar- und europapolitische Sprecher der Fraktion Harry Czeke:

„Nachdem der EU-Agrarministerrat die Kürzung der EU-Agrarsubventionen Ende 2008 beschlossen hat, war ein weiterer Aderlass der Landwirte und insbesondere der ostdeutschen vorprogrammiert. Eine besondere Ohrfeige für die Bäuerinnen und Bauern war vor allem die Anhebung der Milchquote.

Wäre man schon damals den Signalen des Milchmarktes gefolgt, müsste die Devise lauten: Keine weitere Erhöhung der Quoten, die Preise sind so schon schlecht genug!
Ob ein Milchfonds die massiven Änderungen für die Milchbäuerinnen und Milchbauern auffangen kann, ist sehr zu bezweifeln. Von Brüssel sollte erwartet werden, dass die EU auf den Milchmarkt im Sinne einer nachhaltigen Landbewirtschaftung Einfluss nimmt, also mittels der Preispolitik so orientiert wird, dass den regionalen natürlichen Bedingungen und Erfordernissen tatsächlich Rechnung getragen werden kann und die Bäuerinnen und Bauern nicht zusätzlich in Konflikt mit der natürlichen Umwelt geraten.

Ein Europa der Regionen muss letztlich berücksichtigen, dass von Süd- bis Nordeuropa, von Litauen bis Frankreich nicht nur unterschiedliche soziale Bedingungen sowie Lebens- und Verzehrgewohnheiten, sondern auch unterschiedlichste natürliche Bedingungen herrschen.

In diesem Sinne fordert DIE LINKE verlässliche und faire Bedingungen in der EU-Agrarpolitik bis 2013, das sind wir den Bäuerinnen und Bauern schuldig. Wir brauchen eine auch an den ökologischen und sozialen Leistungen orientierte Agrarpolitik sowie eine regional verankerte Milchproduktion und schließlich faire Milchpreise, von denen die Bauern nicht nur leben können, sondern die die tatsächlichen Leistungen der Bäuerinnen und Bauern in vollem Umfang honorieren.“