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Keine Wende für die Schulen in Sicht - mehr als 1000 Stellen unbesetzt

Aus der Auswertung mehrere Kleiner Anfragen geht hervor, dass die Bemühungen der Schulbehörden um die Einstellung neuer Lehrkräfte und pädagogischen Mitarbeiter*innen weiterhin völlig unzureichend sind und zu keiner Verbesserung der Situation an den öffentlichen Schulen führen. Nach den Angaben aus dem Bildungsministerium ist der Personalbestand bis zum Sommer des letzten Jahres immer weiter auf neue Tiefststände gesunken und stagniert seitdem auf niedrigem Niveau. Dazu erklärt der Vorsitzende und bildungspolitische Sprecher, Thomas Lippmann:

„Mit viel Getöse wurde den öffentlichen Schulen von der CDU eine Wende in der Personalpolitik versprochen, doch der zuständige Bildungsminister versagt weiter bei der Umsetzung. Es reicht nicht, wenn im Haushalt 2019 erstmals die Zahl der Vollzeitstellen für die Lehrkräfte und pädagogischen Mitarbeiter*innen spürbar angehoben wird, wenn der tatsächliche Personalbestand weiterhin viel zu niedrig ist und z.T. noch weiter sinkt.

Die Eltern wollen für ihre Kinder keine größeren Zahlen auf dem Papier, sondern mehr Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeiter*innen, die auch wirklich vor einer Klasse stehen. Deren Zahl befindet sich aber weiterhin im Sinkflug und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht. Auch von der derzeit laufende Stellenausschreibung ist kaum zu erwarten, dass es im kommenden Schuljahr besser wird.

Durch die unflexible Einstellungspolitik der Schulbehörden, die viel zu wenig auf potenziell Bewerber zugehen und noch immer viele von ihnen verprellen, statt ihnen den Weg in den Schuldienst zu öffnen, sind aktuell mehr als 1.000 Stellen unbesetzt – mehr als 600 für Lehrkräfte und mehr als 400 für pädagogische Mitarbeiter*innen. Damit wird nicht nur die Personalnot und der gravierende Unterrichtsausfall in den Schulen ignoriert, es wird auch der Wille des Landtages missachtet, der mit seiner Haushaltsvorsorge eine schnelle Besserung für die Schulen angestrebt hat.“


Magdeburg, 9. April 2019
 


Oury Jalloh: Transparente Aufarbeitung der Geschehnisse wird weiter verhindert

Stellungnahme unserer innenpolitischen Sprecherin Henriette Quade

Der Landtag von Sachsen-Anhalt behandelte zur jüngsten Landtagssitzung unseren Antrag, einen Untersuchungsausschuss im Fall Oury Jalloh einzusetzen. Seit über 14 Jahren ist es die Initiative Oury Jalloh, die Aufklärung einfordert, Justiz und Politik zur Auseinandersetzung zwingt und keine Ruhe gibt. Danke!

Im Fall Oury Jalloh geht es nicht um den einen Skandal, es geht um eine ganze Kette. Der größte ist, dass ein an Händen und Füßen gefesselter Mensch im Polizeigewahrsam stirbt. Über 14 Jahre und zwei Prozesse vergehen ohne Aufklärung. mehr...