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Hendrik Lange zu TOP 13: Mobilitätswende für Alle - Förderprogramm für Lastenräder

Schnallen sie sich an es geht los! Sachsen-Anhalt gestaltet die Verkehrswende für ALLE! Und zwar mit 200 geförderten Lastenrädern! Wenn das mal nicht der Durchbruch ist. Ich will die Rede ja gar nicht zu ironisch halten, zumal die Grünen der großen schwarzen Bremse wahrscheinlich die Progrämmchen abgerungen haben. Aber ganz ehrlich: Der Große Titel des Antrags und der geringe Anspruch im Text sind schon arg auffällig.

Wir sind uns einig darin, dass Lastenfahrräder eine gute Alternative beim Transport von Waren sind. Ich sehe das übrigens eher in den Städten, insbesondere bei den Lieferdiensten,  die wie in Leipzig ihre Depots haben und die letzten Km dann mit dem Lastenrad zurücklegen. Aber die Vielseitigkeit wird sich zeigen. Und deswegen ist ein Förderprogramm, das die Lücke zu anderen Programmen schließt eine gute Variante. Jedoch stellen sich schon einige Fragen: Wie viele Lasteräder bekommt eine Privatperson gefördert? Wie kann erreicht werden, dass es eine Förderung ohne überbordende Bürokratie gibt? Und wäre bei dem Begriff Verkehrswende nicht viel mehr mitzudenken, wenn es um Lastenräder geht? Denn:

Selbst wenn man ein Lastenrad hat, braucht es die Infrastruktur – und da ist S.-T. ganz hinten. Wenn ich mir die Radwege angucke, dann merkt man, dass Radverkehr eine weit untergeordnete Rolle spielt. Und wenn ich mir so manche Breite der Wege angucke stellt sich die Frage, wie Lastenräder da aneinander vorbei kommen sollen. Da muss Verkehrswende für alle ansetzen! Wir brauchen die Infrastruktur, damit die Menschen sicher aufs Fahrrad umsteigen können. Aber das werden wir wohl mit diesem Verkehrsminister nie erreichen!  Genau so ist es mit der sicheren Unterbringung im Quartier. In Ha-Neu blieben die Garagen. Aber wie ist es mit anderen Quartieren?
Deshalb stellt sich gerade bei Lastenrädern die Frage, ob kluge Verleih- und Sharing-Modelle nicht die bessere Förderung wären. In MD wird ja auch schon mit dem selbstfahrenden Rad experimentiert, das zum Kunden fährt, wenn es gebraucht wird. Mutig finde ich ja die Begründung: Lastenräder in Bus und Bahn um die Reichweite zu erhöhen. Also wer mal mit der S-Bahn nach LPZ fährt, weiß, was da jetzt schon für ein Platzmangel herrscht. Und so ein Lastenrad in einen alten DB-Radwagon gehievt zu bekommen… Viel Spaß!

Ich sehe ja die Richtung, möchte aber aufzeigen, dass der Anspruch Verkehrswende für Alle nun wirklich mehr braucht, als dieser Antrag suggeriert. Es braucht Infrastruktur, die richtigen Anreize und echte Alternativen zum Motorisierten Individualverkehr.

Dafür braucht es die nötige politische Prioritätensetzung, die sie aber mit diesem Verkehrsministerium nicht hinbekommen werden.
Also wagen wir den kleinen Schritt mit, wissen aber, dass der Menschengemachte Klimawandel von uns viel mehr abverlangen wird, wenn wir das 1,5 Grad Ziel halten wollen. Also lassen Sie uns gemeinsam mutiger werden und packen wir die Verkehrswende richtig an.


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