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Gesundheitsstandort Havelberg nicht zum Spielball machen

Angesichts der aktuellen Diskussionen möglicher Betreiber einer Gesundheitseinrichtung in Havelberg erklärt MdL Wulf Gallert:

„Die Beschäftigten des KMG-Klinikums und die Menschen in der Region Havelberg kämpfen seit über einem halben Jahr aufopferungsvoll gegen die Schließung des Krankenhausstandortes und für eine Perspektive der stationären Gesundheitsversorgung in Havelberg.

Leider hat der Kreistag am 16.07. nicht die notwendige Entscheidung für eine Übernahme des Krankenhauses durch den Landkreis gebracht. Die ablehnende Mehrheit von CDU, ProAltmark, FPD, Landwirten und Grüne begründeten dies im Wesentlichen mit den Angeboten des Johanniter-Ordens für eine Perspektive in Havelberg. Allerdings verdichten sich jetzt immer mehr Hinweise darauf, dass es den Johannitern nicht um eine Perspektive für den Standort Havelberg geht, sondern um die Durchsetzung teils völlig illusorischer Forderungen zugunsten von eigenen Einrichtungen, die mit der Situation in Havelberg nichts zu tun haben. Dazu gehört die Forderung nach einem Hubschrauber, die Höherstufung der Geburtenklinik am Standort Stendal, die Zusage für die Kosten einer Wiedereröffnung des von den Johannitern wegen Personalmangels selbst geschlossenen Krankenhauses Genthin. Völlig unverständlich und absurd erscheint in diesem Zusammenhang die Forderung, fünf Jahre lang von dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen nicht geprüft werden zu dürfen.

Offensichtlich besteht das Angebot der Johanniter für Havelberg zu allererst in einem taktischen Schachzug, um völlig andere Interessen gegenüber dem Land und den Krankenkassen durchzusetzen. Teilweise erscheinen sie so absurd, dass man an der Ernsthaftigkeit des Angebotes der Johanniter zweifeln muss. Bisher haben diese Angebote nur eine einzige Konsequenz: Die notwendigen Entscheidungen, die für den Neustart beim Krankenhaus Havelberg notwendig wären, sind auf Grund vager Versprechungen verhindert worden.

Weder die Beschäftigten des KMG-Klinikums, noch den Menschen vor Ort in der Region ist ein solches Pokerspiel zuzumuten. Was jetzt auf den Tisch gehört, ist ein ehrliches Angebot der Johanniter oder das ehrliche Eingeständnis, dass man kein wirkliches Interesse am Gesundheitsstandort Havelberg hat.“

 

Magdeburg, 22. Juli 2020


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