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Es geht um das Wissen, warum Erwerbsbiographien gebrochen und Lebens- und Arbeitsleistungen nicht anerkannt wurden

Laut Medienberichten hat die ehemalige Chefin der Treuhand-Anstalt, Birgit Breuel, Fehler bei der Privatisierung der ostdeutschen Wirtschaft nach 1989 eingeräumt. Dazu erklärt die rechtspolitische Sprecherin Eva von Angern.

„Bereits Ende Juni hat die Bundestagsfraktion DIE LINKE einen Antrag zur Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zur Treuhandanstalt eingebracht.  Die Anfang 1990 gegründete Behörde sollte die volkseigenen DDR-Betriebe privatisieren, was in vielen Fällen jedoch zu deren Zerschlagung führte. Dass die ehemalige Chefin der Treuhand bezüglich dieses Transformationsprozesses nun Fehler einräumt und eingesteht, dass man den Menschen in Ostdeutschland Veränderungen in einem Ausmaß zugemutet habe, die die Menschen in Westdeutschland nicht durchgehalten hätten, untermauert die Forderung und den Antrag der Bundestagsfraktion nach einem Untersuchungsausschuss.

Die Landtagsfraktion DIE LINKE unterstützt diese Forderung ausdrücklich. Auch für viele Menschen in Sachsen-Anhalt ist es 30 Jahre nach der friedlichen Revolution wichtig, deutlich zu machen, dass Ostdeutsche keine Menschen zweiter Klasse sind. Die Anfangsjahre der wiedervereinigten Bundesrepublik und das Wirken der Treuhand müssen aufgearbeitet werden. Die Menschen in Ostdeutschland haben nicht nur ein Recht darauf zu erfahren, dass Fehler bei der Privatisierung der ostdeutschen Wirtschaft gemacht wurden. Sie haben noch vielmehr ein Recht  darauf zu erfahren, was ganz konkret und in allen Einzelheiten geschah. Es geht in vielen Fällen um nicht weniger,  als um das Wissen, warum Erwerbsbiographien gebrochen und  Lebens- und Arbeitsleistungen nicht anerkannt wurden. Das sind wir vielen damals betroffenen Menschen in Ostdeutschland schuldig.“

 
Magdeburg, 22. Juli 2019


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