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Erneut Geld aus den Hochschulhaushalten herausgepresst - Digitaler Fortschritt wird nicht ernst genommen

Nach Berichterstattung der Magdeburger Volksstimme haben sich die Rektoren der Hochschulen des Landes mit Ministerpräsident Reiner Haseloff darauf geeinigt, dass die Hochschulen vorerst keinen Konsolidierungsbeitrag zahlen müssen, wenn sie bis 2025 Investitionen im Umfang von sechs Millionen Euro in ihre IT-Infrastruktur selbst aufbringen. Dazu erklärt der hochschulpolitische Sprecher Hendrik Lange:

„Die Einigung zu den Konsolidierungsbeiträgen der Hochschulen ist ein fauler Kompromiss. Gerade der Umgang mit der Pandemie hat gelehrt, welche Bedeutung eine gut ausgebaute digitale Infrastruktur für die Gesellschaft hat.

Im Wissenschaftsbereich gilt das für Forschung und Lehre im Besonderen. Dass jetzt die CDU-geführte Landesregierung dafür keine Landesmittel zur Verfügung stellen möchte, setzt die kurzsichtige Strategie fort, für Digitalisierung möglichst kein Landesgeld auszugeben. Die Folgen sind allerorts zu sehen: Schüler, die vom Homeschooling abgeschnitten sind, Homeoffice im Funkloch und Digitale Veranstaltungen, die nicht alle nutzen können.

Wer den digitalen Fortschritt ernst nimmt, muss hier mehr investieren. Mit der gefundenen Lösung hat sich der Finanzminister durchgesetzt und erneut Geld aus den Hochschulhaushalten herausgepresst.  Die Fraktion DIE LINKE kritisiert das scharf.“

Magdeburg, 15. Mai 2020


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